zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 04:22 Uhr

Wattenbek : Nils hat 400 Spiele zu Hause

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Wattenbek trafen sich 100 Freunde des Gesellschaftspiels, darunter Nils Kabelmacher aus Aukrug.

Wattenbek | Der „homo ludens“, also der spielende Mensch, konnte sich am Sonntag in Wattenbek ausleben: Spielen war das Motto der Veranstaltung im Schalthaus. Der zweite Wattenbeker Familienspieletag lockte rund 100 Gäste jeden Alters in das Schalthaus am Reesdorfer Weg. In über 500 Spielen konnten die Besucher stöbern, sich eins auswählen und sich von einem Spieleerklärer die Regeln erläutern lassen.

Zum zweiten Mal hat der Wattenbeker Spieletreff den Nachmittag rund um diese spannende Freizeitbeschäftigung organisiert. Einige unter den Besuchern sind Gelegenheitsspieler, so wie Britta und ihr Sohn Torge aus Molfsee. „Brettspiele mag ich gerne, spiele sie aber selten. Häufiger spiele ich am Computer“, erklärte Torge. Er fuchste sich zusammen mit seiner Mutter in das Fantasy-Rollenspiel „Krosmaster Junior“ ein, Nils Kabelmacher (31) half dabei. Er ist ist ein leidenschaftlicher Vielspieler und hat 400 Brettspiele zu Hause. „Am liebsten würde ich täglich spielen“, sagte er. Die Spielbegeisterung hat der Aukruger aus seiner Kinderzeit beibehalten: „Damals hat mich die Spielesammlung meiner Eltern fasziniert. Eigentlich haben sie mir verboten, allein daran zu gehen, damit nichts verloren geht. Ich habe es natürlich doch getan“, erinnerte sich Nils Kabelmacher schelmisch. „Als Jugendlicher hatte ich mal eine Phase, da habe ich am PC gespielt. Dann bin ich aber zum Brettspiel zurückgekehrt. Ich mag die Kommunikation beim Spiel“, resümierte er.

Spielefreund Andreas aus Willingrade hat daneben noch andere positive Aspekte beim Spielen ausmachen können: „Meine Tochter hatte eine Lese- und Rechtschreib-Schwäche. Seitdem wir spielen, hat sich ihre Konzentration enorm verbessert. Außerdem wird das strategische Denken geschult.“

Nils Kabelmacher ist Mitglied in der „Gilde der Spieler Neumünster“ und bringt sich regelmäßig auf den neusten Stand, was Neuerscheinungen betrifft. „Meisten kaufe ich die auch gleich. Die Freude beim Auspacken und Losspielen ist enorm“, meinte er. Für sein teuerstes Spiel hat er 200 Euro bezahlt, es ist das Strategiespiel „Cthulhu Wars.“ „Am liebsten mag ich aber Weltraumspiele, mein absolutes Lieblingsspiel ist ,Eclipse‘“, sagte er weiter. Er konnte in den vergangenen Jahren allgemein eine steigende Begeisterung für Brettspiele feststellen: „Die Spiele sind vom Material und der Optik wahnsinnig anspruchsvoll geworden.“

Da man zum Spielen Mitspieler braucht und Nils Kabelmacher alleine lebt, konnte er ein ganz bestimmtes Spiel noch nicht ausprobieren: „Bei ,Mega-Civilisation‘ braucht man zwischen 5 und 18 Spieler. Das Spielbrett ist ein mal zwei Meter groß und eine Runde dauert zehn bis zwölf Stunden. Allein die Vorbereitung dauert zwei Stunden.“

Der nächste Spieletreff im Schalthaus am Reesdorfer Weg 4 ist am Sonnabend, 9. April. Auch in Willingrade wird regelmäßig im Feuerwehrgerätehaus gemeinsam gespielt. Alle Termine finden sich unter www.rkspiele.de. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen