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Polizeibericht : Nichtschwimmer sprang freiwillig in den Teich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jetzt wird gegen ihn wegen des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

Neumünster | Es war eine mutige Rettungsaktion: Ende Januar zog der erste 13 Jahre alte Luis Enriqe Schulz einen anderen Jugendlichen (17) aus dem eiskalten Faldera-Teich und verhinderte damit Schlimmeres (der Courier berichtete). Warum der junge Mann damals im Wasser lag, war für die Polizei, den hilfreichen Schüler sowie weitere Spaziergänger von Anfang an ein Rätsel. Jetzt steht für die Ermittler fest: Der 17-jährige Nichtschwimmer sprang offenbar selbst ins eisige Wasser und brachte sich damit in höchste Gefahr.

Nach der Rettung hatte der Jugendliche sowohl seinem jungen Helfer als auch der Polizei von einem Unbekannten berichtet, der ihn plötzlich von hinten in den Teich gestoßen habe. Schnell kamen den Ermittlern Zweifel, denn niemand hatte irgendjemanden in diesem Teil des Parks gesehen. Um der Sache dennoch auf den Grund zu gehen, ermittelte die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt.

Nach Auskunft der Ermittler gab der Neumünsteraner mittlerweile zu, dass er damals von allein und freiwillig ins Wasser gesprungen sei. Laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs habe er die Rettungsaktion alles vorsätzlich verschuldet und dann gesagt: „Ich wollte mal sehen, wie das ist, wenn man sich in Gefahr begibt.“ Jetzt wird gegen ihn wegen des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

Gleichzeitig lobte die Polizei noch einmal den 13-jährigen Luis Enriqe für seinen mutigen Rettunsgeinsatz. „Der Junge hat alles prima gemacht“, hieß es.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 09:00 Uhr

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