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Hortbetreuung : Nicht nur in Einfeld fehlen Plätze

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sozialdezernent Günter Humpe Waßmuth räumt Fehlbestand an Plätzen bei der Betreuung von Schulkindern ein. Die Stadt soll mehr Betreuer einstellen.

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erstellt am 10.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Für berufstätige Eltern von Grundschulkindern könnte es in den nächsten Jahren eng werden. Nicht nur in Einfeld dürften die Betreuungsplätze für Schulkinder in den kommenden Jahren knapp werden. Das räumte Sozialdezernent Günther Humpe-Waßmuth am Dienstagabend vor dem Jugendhilfeausschuss ein. In Abstimmung mit der Politik habe sich die Stadt in der Vergangenheit darauf konzentriert, den elterlichen Rechtsansprüchen auf Kita-Plätze zu erfüllen, begründete Humpe-Waßmuth die Schieflage in der Kinderbetreuung.

Konkrete Zahlen zum Fehlbedarf an Hortplätzen nannte er nicht. Vor allem für die Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen liege die Nachfrage aber deutlich über dem Angebot, räumte der Sozialdezernent ein.

Aussicht auf eine schnelle Lösung des Problems gebe es indes nicht, machte der Ausschussvorsitzende Thorsten Klimm den zahlreichen Besuchern aus Einfeld klar, die die Debatte in der Villa des Kinderschutzbundes an der Brachenfelder Straße aufmerksam verfolgten.

Immerhin: Ohne Abstriche übernahm der Ausschuss einen Vorstoß aus dem Stadtteilbeirat Einfeld, um das Thema Hortbetreuung endlich anzuschieben. Mit dem einstimmig angenommenen Antrag wird die Stadt aufgefordert, zu prüfen, wie der personelle Notstand in den Einrichtungen zur Hortbetreuung kurzfristig beseitigt werden kann. Das ist zwar noch keine Lösung, aber eine unmissverständliche Aufforderung an die Politik, sich des Themas anzunehmen. Ratsherr Hans Heinrich Voigt (Grüne) kündigte an, das Thema in die Haushaltsberatungen zu tragen.

Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock hatte erst vor Kurzem den Notstand in der Schulkindbetreuung öffentlich angeprangert (der Courier berichtete). Nach unterschiedlichen Quellen fehlen im Stadtteil ab kommendem Schuljahr zwischen 28 und 35 Betreuungsplätze für Schulkinder. In seinem Hilferuf hatte Radestock dabei auch auf die möglichen Folgen aufmerksam gemacht: Weil Grundschulen im Umland teilweise sogar kostenlose Betreuung bis 16.30 Uhr anböten, bestehe die Gefahr, dass Eltern wegen der schlechten Betreuungsangebote in der Stadt ins Umland abwandern.

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