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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 15:03 Uhr

Neun PSV-"Mohikaner" erkämpfen sich den Titel

vom

3:2-Erfolg beim FC Reher/Puls: Der Meister der Fußball-Verbandsliga Süd-West kommt aus Neumünster

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Puls/FC Reher/Puls - PSV 2.3 | Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende war alles klar: Fußball-Verbandsligist Polizei-SV Union Neumünster ist nach einem 3:2 (2:0)-Erfolg vor 120 Zuschauern beim FC Reher/Puls nicht mehr einholbar und machte bereits fünf Spiele vor Saisonende den Meistertitel und nach zwei Jahren Abstinenz die Rückkehr in die Schleswig-Holstein-Liga perfekt.

Man merkte den "Ordnungshütern" mit ertönen des Anpfiffs sofort an, dass sie den Titel gestern mit aller Macht endgültig eintüten wollten. Mit großer Laufbereitschaft und aggressivem Pressing versuchte Grün-Weiß, die Hausherren zu Fehlern zu zwingen. Letztere verzeichneten aber dennoch die erste gut Möglichkeit aus dem Spiel heraus, als David Wedel an PSV-Keeper Thorsten Schütt scheiterte (7.). Doch anschließend waren nur noch die "Polizisten" zwingend. Nach zahlreichen vergebenen PSV-Chancen packte FC-Akteur Julian Büch die Sense gegen PSV-Stürmer Hasan Mercan aus, und Referee Marc Werner (Flensburg) zeigte nach kurzer Beratung mit seinem Assistenten Kemal Mert Beynal auf den Punkt: Strafstoß. Aus elf Metern erzielte Kai Siedschlag das verdiente 1:0 aus Gästesicht (27.), um in der 37. Minute nach einer tollen Vorarbeit von Morten Herre richtig positioniert zu sein und zum 2:0 für den PSV einzuschieben. Doch damit nicht genug vom Rechtsverteidiger. Nach einer Unsportlichkeit und einem unabsichtlichen Handspiel flog Siedschlag mit der Ampelkarte vom Platz.

Hatte sich Reher/Puls im ersten Durchgang noch auf seine nicht ungefährlichen Konter beschränkt, so agierte die gastgebende Mannschaft in Überzahl nach dem Wechsel spielbestimmender, ohne jedoch gefährlich zu werden. Es musste schon ein Geschenk herhalten, um die Steinburger wieder ins Geschäft zu bringen: Schütt rutschte unbedrängt aus, und das Spielgerät kullerte vor die Füße von Wedel, der zum Anschlusstreffer einschob (62.). Nur sechs Zeigerumdrehungen später bot sich Timo Albers die Riesenchance zum Ausgleich. Sein strammer Flachschuss strich aber knapp am linken Pfosten vorbei. Wer glaubte, mit dem 1:3 von Christian Scheinpflug (70.) sei die Partie entschieden, wurde anschließend eines besseren belehrt. Durch den unnötigen Platzverweis von Hasan Mercan, der bei seiner Auswechslung gegen den Referee motzte und sich zudem viel Zeit ließ, waren die Grün-Weißen auf neun Mann reduziert. Die verbliebenen "Mohikaner" kämpften allerdings wacker gegen die am Ende anstürmenden Gastgeber, die nach einem Handspiel von Dennis Usadel und dem darauf folgenden Strafstoß von Wedel noch zum 2:3-Anschlusstreffer gelangten (86.). Mit dem Abpfiff war die PSV-Erleichterung aber groß, die Feierlichkeiten konnten beginnen. "Heute wurden wir mal kämpferisch gefordert, und das hat die Mannschaft mit Bravour gelöst", resümierte PSV-Coach Patrick Nöhren, der befand, dass vom Schiedsrichtergespann "sehr einseitig" pro Reher/Puls gepfiffen wurde.

FC Reher/Puls: Rohweder - Paulsen, T. Fischer, S. Fischer - Rathke, Loßmann (80. Stohrer), Büch (65. L. Dau), Göttsche - A. Albers - Wedel, T. Albers.

Polizei-SV Union: Schütt - K. Siedschlag, Pinkert, Rastetter, Herre - Pfützenreuter, Usadel - Khemiri, Mercan, Scheinpflug (84. Eggers) - Witt (59. Soranno, 88. Kalina).

SR: Werner (Flensburg). - Zuschauer: 120. - Tore: 0:1 K. Siedschlag (27., Foulelfmeter), 0:2 K. Siedschlag (37.), 1:2 Wedel (62.), 1:3 Scheinpflug (70.), 2:3 Wedel (86., Handelfmeter). - Gelb-Rote Karten: Siedschlag (40., Handspiel), Mercan (beide PSV/75., Unsportlichkeit). - Nächster PSV-Gegner: TuS Nortorf (A/Mittwoch, 19 Uhr).

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