Boostedt/Schillsdorf : Neun Mal Enkeltrick an einem Tag

In Neumünster und im Umland gab es gestern neun sogenannte Enkeltrick-Anrufe.
In Neumünster und im Umland gab es gestern neun sogenannte Enkeltrick-Anrufe.

Die Betroffenen reagierten richtig und informierten die Polizei.

von
18. Juli 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Insgesamt neun Anzeigen gab es gestern in Boostedt, Neumünster, Schillsdorf und Nortorf. Jedes Mal versuchten Unbekannte, sich Geld per Telefon zu erschleichen.

Gestern um 11.34 Uhr erhielt eine 72-jährige Boostedterin, die an der Straße „Zur Ziegelei“ wohnt, einen Anruf. Der Mann am anderen Ende begann das Gespräch mit den Worten: „Rate mal, wer hier ist?“ Die Seniorin reagierte genau richtig. Sie beendete das Gespräch, als sie merkte, dass es nicht ihr Enkel war, der anrief. Anschließend informierte die ältere Dame die Boostedter Polizeistation.

Der selbe Anrufer dürfte mit der gleichen Masche auch wenig später bei einer 84-Jährigen am Heideweg telefonisch vorstellig geworden sein. Auch hier hatte der vermeintliche Enkel keinen Erfolg, da die Rentnerin aufgrund diverser Warnungen auf derartige Anrufe vorbereitet war.

Die Polizeistation Boostedt hat in diesem Zusammenhang bisher zwei Strafanzeigen wegen des Verdacht des versuchten Betrugs aufgenommen. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizeistelle Bad Segeberg übernommen.

Sieben Anzeigen, gingen gestern bei der Kriminalpolizei in Neumünster ein. In allen Fällen geht es um versuchte Enkeltrickbetrügereien. Aber in allen Fällen erkannten die Senioren die Gefahr und beendeten selbstbewusst die Gespräche. Zu Zahlungen kam es nicht. In den Morgenstunden riefen angebliche Notare oder deren Mitarbeiter an und forderten unter einem Vorwand Bargeld. Dabei versuchten sie auch Informationen zur finanziellen Situation zu erlangen. Es handelte sich um drei Fälle in Nortorf, einen Fall in Neumünster und drei Fälle in Schillsdorf.

Die Polizei rät, immer misstrauisch zu sein, wenn sich jemand am Telefon nicht mit Namen vorstellt. Das Gespräch sollte beendet werden, wenn jemand Geld fordert oder Informationen zu familiären oder finanziellen Verhältnissen. Geld sollte nie an Unbekannte übergeben werden. Insbesondere Angehörige älterer Mitmenschen werden gebeten, ihre Verwandten dahingehend zu sensibilisieren.

Im Zweifel werden die Betroffenen gebeten, sich an ihre Polizeidienststelle zu wenden oder 110 zu wählen. Tipps gibt es unter www.polizei-beratung.de.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen