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Wrangelstrasse : Neumünsters höchster Hochzeitssaal

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der ehemaligen Tuchfabrik Julius Bartram soll bis Ende des Jahres ein Freizeit- und Künstlerzentrum entstehen.

Neumünster | In die seit der Schließung 1991 leerstehende Textilfabrik Julius Bartram an der Wrangelstraße soll bis Ende des Jahres neues Leben einziehen. Auf Courier-Nachfrage teilte der neue Hamburger Investor, der noch nicht namentlich genannt werden möchte, gestern seine Pläne mit. Der Diplom-Kaufmann, der die Immobilie Ende vergangenen Jahres von den Brüdern Karim und Hady Tatari gekauft hatte (der Courier berichtete), will aus dem viergeschossigen Fabrikgebäude ein Freizeit- und Künstlerzentrum machen.

„Es entsteht etwas ganz Besonderes, das es so in der Stadt noch nie gegeben hat“, sagt der Investor, der bisher nach eigenen Angaben in Neumünster mehrere Mehrfamilienhäuser besitzt und nun in den Bereich der Gewerbeimmobilien expandieren will. Anfragen habe er bereits für Ateliers und Konzerträume von Künstlern und Musikern, auch einen Indoor-Spielplatz oder ein Fitness-Studio könne er sich vorstellen. Der Hallencharakter soll in jedem Fall beibehalten werden. So gut wie sicher sei, dass in der obersten Etage „Neumünsters höchster Hochzeitssaal“ eingerichtet wird, in dem die Brautleute dann mit ihren Gästen nicht nur feiern, sondern auch einen weiten Ausblick über die Stadt genießen könnten.

In den Nebengebäuden der rund 11  000 Quadratmeter großen Gewerbeanlage verkaufte bis Ende Januar das Textilunternehmen Tatari seine Kleidung. Für diese Räume habe ein Restpostenmarkt bereits Interesse bekundet, sagt der Kaufmann: „Der Umbau wird allerdings noch ein wenig länger dauern.“ Zunächst soll nun das Hauptgebäude saniert werden, gestern waren Handwerker bereits damit beschäftigt, Fenster einzusetzen und die Etagen vom Schutt zu befreien.

„Es kommen überall neue Fenster rein und anschließend wird die Fassade gemacht. Das wird ein echter Hingucker mit Design-Elementen“, kündigt er an. Zur Einweihung des neuen Zentrums soll es dann ein großes Fest geben.
 Bei der Stadt freut man sich im Grundsatz über die hehren Pläne, die der Investor auch schon Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras vorgestellt hat. „Es ist gut, dass sich dort etwas tut, schließlich ist es ja auch von der Bahn aus gesehen so etwas wie ein Einfallstor zur Stadt“, sagt Bernd Heilmann, Abteilungsleiter in der Stadtplanung. Allerdings sei noch nichts genehmigt worden. „Die verschiedenen Vorschriften müssen eingehalten und eine Nutzungsänderung beantragt werden. Solange es sich um Gewerbe handelt, ist das aber auch unproblematisch“, so Heilmann.

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erstellt am 17.Mär.2016 | 08:00 Uhr

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