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Internationaler Tag der Familie : Neumünsters Familien feiern sich selbst

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Lebenssituation für Familien in der Stadt ist positiv, sagen Vertreter des Familienbüros.

Neumünster | Ob beim Kinderzirkus, auf der Hüpfburg oder beim Kinderschminken – beim Familienfest der Diakonie Altholstein waren gestern rund um die Anscharkirche lachende Gesichter zu sehen. Nicht ohne Grund. „Wir haben einen positiven Eindruck von der Lebenssituation der Familien in der Stadt“, erklärt Susanne Harder vom Familienbüro der Diakonie.

Anlass für das Fest war der Internationale Tag der Familie. Er wurde 1993 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um die Bedeutung der Familie zu unterstreichen. „Neumünster ist familienfreundlich“, findet Constanze von Wildenradt. Es gebe viele Angebote. Die Fachbereichsleiterin für Familien der Diakonie denkt dabei zum Beispiel an das vielfältige Freizeitprogramm.

Das Familienbild hat sich in der Vergangenheit allerdings stark gewandelt. Jedes fünfte Kind, das in Neumünster eingeschult wird, wird von Mutter oder Vater allein erzogen. Das zeigen Daten der Schuleingangsuntersuchung. Ein Drittel von ihnen beziehen Sozialleistungen. Im Landesdurchschnitt sind 14 Prozent der Eltern alleinerziehend.

Wem der familiäre Rückhalt fehlt, findet seit einem Jahr beim Familienbüro Hilfe. „Wir helfen in jeder Lebenslage“, sagt Susanne Harder. Zum Familienleben gehöre die Jobsuche genauso dazu wie die Kinderbetreuung. Hier sieht die Sozialpädagogin allerdings noch Verbesserungsbedarf: „Gerade in den Randzeiten ist der Bedarf an Betreuungsangeboten groß.“ Ziel sei es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern. Erste Neumünsteraner Unternehmen bieten bereits flexible Arbeitszeitmodelle an. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sollten aber noch mehr Firmen auf diesen Zug aufspringen, regt Harder an.

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erstellt am 16.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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