Neumünsteranerin bei Casting-Show : Neumünsteranerin will "Sommermädchen" werden

Sie ist und bleibt ein norddeutsches Mädchen: Ines Angerstein fühlt sich in Neumünster verwurzelt.
Sie ist und bleibt ein norddeutsches Mädchen: Ines Angerstein fühlt sich in Neumünster verwurzelt.

Dass sie nur in Bikinis und High-Heels rumlaufen muss, wusste sie nicht - trotzdem kämpft Ines Angerstein aus Neumünster im TV um den Titel der Pro-Sieben-Show "Sommermädchen".

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19. Juli 2009, 01:14 Uhr

Neumünster | Sie ist derzeit wohl die bekannteste Neumünsteranerin: Ines Angerstein (28) tritt in der Pro-Sieben-Show "Sommermädchen 2009" für Schleswig-Holstein an. Mit dem Courier-Mitarbeiter Kristof Gatermann sprach sie über ihre Beziehung zur Heimat, den besten Kuchen von Neumünster und die Gründe, warum sie bei der Fernsehsendung mitmacht.

Wie ist es dazu gekommen, dass Sie bei "Sommermädchen 2009" mitmachen?
Ich habe mich nicht beworben. Die Produktionsfirma hat mich angerufen. Sie haben mir gesagt, es wäre eine Mischung aus "Germanys next Topmodel" und "Schlag den Raab", es ginge um Intelligenz und Sportlichkeit. Dass wir nur in Bikinis und High-Heels rumlaufen müssen, wusste ich nicht. Und ich fühle mich dabei auch unwohl. So bin ich nicht. Das wissen auch meine Freunde und Familie, die alle hinter mir stehen. Ich hasse Oberflächlichkeit.

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Ich lache eigentlich immer und bin eine Frohnatur. Dabei versuche ich, immer ich selbst zu bleiben - auch beim "Sommermädchen".

Wollen Sie diesen Titel denn gewinnen?
Da ich so viel Stress auf mich genommen habe, habe ich auch den Ehrgeiz, zu gewinnen. Aber ich sehe die Zeit eher als Lebenserfahrung.

Inwiefern?
Ich habe gemerkt, dass ich mit komplett unterschiedlichen Menschen, mit denen ich normalerweise nichts zu tun habe, klar kommen kann. Das hat mich insgesamt stärker gemacht.

Sie sind als Model tätig und haben schon für den Otto-Katalog, Wella, Peugeot oder Esprit gearbeitet.
Ja, mit dem Modeln verdiene ich Geld, um mein Studium zu finanzieren. Eine Freundin hat mich überredet, mit zu einem Casting zu gehen. Die Agentur fand mich super.

Können Sie sich vorstellen hauptberuflich als Model zu arbeiten?
Nein. Dieses Geschäft ist mir zu krank. Da geht es nur ums Aussehen. Ich habe Models gesehen, die daran kaputt gegangen sind. Ich mache das nur nebenbei.

Wie sehen ihre beruflichen Pläne aus?
In einem Jahr werde ich mein Design-Studium mit dem Schwerpunkt Illustration von Kinderbüchern beenden. Außerdem will ich ein Buch für Kinder veröffentlichen. Mein Freund Stephan (28) hat schon eine Geschichte geschrieben, und ich zeichne dazu den Piraten Paul.

Warum haben Sie sich gerade für Kinderbücher entschieden?
Ich liebe Kinder und will später auch selbst viele haben. Es macht mir Spaß, etwas zu tun, was etwas bewirkt. Ich male Figuren, die Kinder glücklich machen, sie zum Lachen bringen.

Englisch, Französisch, Spanisch, Katalan - wie kommt es, dass Sie so viele Sprachen beherrschen?
Wir sind viel gereist, und auch meine Model-Jobs bringen mich nach Südafrika oder Barcelona. Ich finde es furchtbar, wenn man sich nicht verständigen kann. Und die Leute freuen sich, wenn sie in ihrer Landessprache angesprochen werden. Jetzt will ich Niederländisch lernen.

Sie wohnen seit Ihrem dritten Lebensjahr in Münster (NRW). Haben Sie noch eine Beziehung zu Neumünster?
Klar! Ich habe hier meine Wurzeln. So oft es geht, komme ich in den Norden, um meine Familie zu besuchen. Meinem Opa Otto gehörte eine Bäckerei in Gadeland. Mein Onkel Jochen hat sie nach seinem Ruhestand übernommen. Da gabs den besten Kuchen überhaupt, und bei Oma Erna gabs immer das leckerste Brot!

Was fasziniert Sie am Norden?
Früher waren wir oft an der Ostsee. Die finde ich toll. Die Landschaft ist einfach herrlich. Ich bin und bleibe ein norddeutsches Mädchen.

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