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Berufsfeuerwehr : Neumünsteraner gehören zu den Top 30

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bestnoten für die Berufsfeuerwehr: Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat die Wache in die höchste Feuerwehrklasse 10 eingestuft.

Nun haben es die Mitarbeiter schwarz auf weiß: Die Berufsfeuerwehr gehört bei der Bekämpfung von Industrie- und Gewerbebränden zu den 30 besten in ganz Deutschland. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stufte nach einer umfangreichen Überprüfung die Brandwache an der Wittorfer Straße in die höchste Feuerwehrklasse 10 ein.

Das hat Auswirkungen auf die Unternehmen in der Stadt: Sie können ab sofort einen höheren Rabatt für ihre Feuerversicherungen beantragen. Die Stadt will diesen Standortvorteil künftig auch bei der Vermarktung von Gewerbeflächen offensiv nutzen.

Der GDV zog für die Bewertung eine Vielzahl von Kriterien heran. Entscheidend waren nicht allein die Personalstärke und der Ausbildungsstand, sondern auch die Anzahl und Ausstattung von Gebäuden und Fahrzeugen, die Ausrüstung mit Atemschutzträgern, die Löschwasserversorgung und die Alarmierungssysteme. Zudem musste die Berufsfeuerwehr Übersichtskarten aller Industrie- und Gewerbebetriebe mit den zugehörigen Gefahrendaten liefern. Das vorhandene Feuerwehrsystem mit seiner Leistungsfähigkeit stellten die Prüfer der vorhandenen Industrie und dem Gewerbe mit dem Gefahrenpotenzial gegenüber. Das Ergebnis ist beeindruckend: Die feuerwehrtechnische Infrastruktur in der Stadt ist vorbildlich. Von den 107 Berufsfeuerwehren in Deutschland schafften lediglich 30 die höchste Klasse, darunter nur vier in Städten mit unter 100 000 Einwohnern. Neumünster steht damit auf einem Niveau mit Berlin, Hamburg, München oder Köln (siehe Infokasten).

„Vorrangiges Ziel haben natürlich weiterhin die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Wohnbereich. Aber die externe Überprüfung hat gezeigt, dass wir mittlerweile auch bei der gewerblichen und industriellen Brandbekämpfung sehr leistungsfähig sind. Die Anstrengungen der letzten Jahre haben sich jetzt messbar ausgezahlt“, erklärte gestern ein sichtlich stolzer Sven Kasulke. Der Chef der Berufsfeuerwehr möchte das Erreichte halten und will sich und seine insgesamt 120 Mitarbeiter umfassende Truppe künftig öfter begutachten lassen. Für 2015 kündigte er außerdem einen neuen Brandschutzbedarfsplan an. Darin sollen dann auch neue Gewerbeflächen wie das geplante Einkaufszentrum in der Innenstadt oder der Gewerbepark an der A 7 berücksichtigt werden.

Der für die Feuerwehr zuständige Stadtrat Oliver Dörflinger lobte gestern, Neumünster spiele bei der Brandbekämpfung „in der ersten Liga“ mit. Nun seien die Unternehmen an der Reihe. Sie müssten sich an ihre Versicherer wenden und auf die neue Feuerwehrklasse verweisen, um einen größeren Rabatt für Schadensversicherungen zu bekommen, so Dörflinger.

Bisher war die Berufsfeuerwehr in Stufe 8 eingruppiert. Wann dieses Ergebnis ermittelt wurde, ist allerdings unklar. Generell sind alle 851 in Deutschland klassifizierten Feuerwehren verpflichtet, Änderungen in ihrem System oder bei Gewerbe- und Industrieansiedlungen in ihrer Stadt zu melden. Dies war in Neumünster aber offenbar versäumt worden.

 

 

 

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erstellt am 27.Aug.2013 | 17:47 Uhr

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