Premiere im Norden : Neumünster verbietet Straßenprostitution

Mehrere rumänische Prostituierte hatten in Schul- und Friedhofsnähe seit Monaten ihre Dienste angeboten.
Mehrere rumänische Prostituierte hatten in Schul- und Friedhofsnähe seit Monaten ihre Dienste angeboten.

Ab heute ist Neumünster ein großer Sperrbezirk. Prostituierte dürfen ihre Dienste nicht mehr auf der Straße anbieten. Das Kieler Innenministerium hat die Verordnung genehmigt, die landesweit ohne Beispiel ist.

shz.de von
24. Oktober 2013, 06:56 Uhr

Neumünster/Bönebüttel  | Straßenprostitution ist in Neumünster künftig verboten. Die Verordnung teilt das Stadtgebiet in diverse Sperrbezirke ein, die den Stadtteilen entsprechen und  weite Teile der Wohnbebauung umfassen. Begründet wird die Verordnung mit dem „Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstands“. Auch der Stadtwald, Stadtpark und das Ufer des Einfelder Sees sind eingeschlossen, weil es dort Einrichtungen der Jugend oder des Sports gibt. Ausgenommen sind nur wenige Straßen in Industrie- und Gewerbegebieten. Mehrere rumänische Prostituierte hatten in Schul- und Friedhofsnähe seit Monaten ihre Dienste angeboten. Das hatte in Neumünster für viel Ärger gesorgt.

Die Nachbargemeinde Bönebüttel hat ebenfalls beim Kreis Plön beantragt, die ganze Gemeinde zum Sperrbezirk zu machen. Die Bönebütteler sind in Sorge, dass die Prostituierten jetzt von Neumünster nach Bönebüttel wechseln. Der Bürgermeister hatte bereits entsprechende Hinterlassenschaften auf Wegen gefunden.

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