Integriertes Stadtentwicklungskonzept : Neumünster überarbeitet Stadtteilgrenzen

Avatar_shz von 21. Februar 2019, 19:15 Uhr

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Exklave: Das Areal zwischen Wasbeker Straße und Roonstraße gehört zur Stadtmitte.
Exklave: Das Areal zwischen Wasbeker Straße und Roonstraße gehört zur Stadtmitte.

Die statistischen Gebiete werden angepasst – politische Räume bleiben unverändert bestehen.

Neumünster | Gehört die Wittorfer Burg wirklich zu Faldera, und wer ist eigentlich für das Gewerbegebiet rund um das A+B-Center zuständig? Es sind Fragen wie diese, auf die die Stadt eine eindeutige Antwort haben möchte. Daher werden die Stadtteilgrenzen derzeit überarbeitet. „Aber nur die statistischen, politisch bleibt alles so, wie es ist. Hier dürfen wir auch gar nicht eingreifen“, betont Uta Rautenstrauch aus der Abteilung Stadtplanung und Stadtentwicklung. Am Donnerstagabend informierte sie die Stadtteilbeiratsmitglieder aller neun Stadtteile über die Aktion und startete damit einen umfangreichen Anhörungsprozess. Auch im Haupt- sowie Planungs- und Umweltausschuss will die ISEK-Koordinatorin (siehe Infokasten) noch öffentlich berichten. Was sind statistische Stadtteile? „Der Begriff Stadtteil ist eigentlich missverständlich“, sagt Uta Rautenstrauch. Es gebe mehrere Definitionen. So orientiert man sich in der Verwaltung sehr häufig an den 16 statistischen Stadtteilen in Neumünster, die zum Teil deutlich von den neun politischen abweichen. Auch Polizei oder Bauträger haben in der Regel eine andere Auslegung von Stadtteilen, wenn es um ihre Einsatzräume geht. Eine kleinteiligere Untergliederung sei für die Stadtverwaltung oft notwendig und hilfreich, erklärt Uta Rautenstrauch, etwa wenn es um Schulplanungen, Nahversorgung, Busverkehr oder auch Sanierungsgebiete geht. Hier sind Stadtteile als Bezug oft zu groß. „Für uns geht es um die Bewirtschaftung von Daten“, so Rautenstrauch. Warum werden jetzt die Grenzen überarbeitet? „Die Statistik entwickelt sich weiter“, sagt Uta Rautenstrauch. Anders als andere Städte bekam Neumünster erst 2011 eine eigene Statistikstelle, die seit 2013 die kommunale Statistik überarbeitet. „Deshalb gab es bisher auch statistische Stadtgrenzen, die recht zackig waren und zum Beispiel ständig über den Stadtring wechselten“, so die Koordinatorin. Um den räumlichen Bezugsrahmen auch für ISEK deutlicher abzustecken, wurde das Projekt in Angriff genommen. Dabei fand bereits verwaltungsintern ein umfangreiches Beteiligungsverfahren statt. Was ändert sich und wann? Nachdem am Donnerstagabend die Stadtteilvertreter informiert und ihre Anregungen aufgenommen wurden, soll am heutigen Freitag eine umfangreiche Drucksache erscheinen. Bis Ende März haben dann alle Betroffenen Zeit, weitere Anregungen bei Uta Rautenstrauch loszuwerden. Endgültig entscheiden soll die Ratsversammlung am 2. April. Gibt es weitere Maßnahmen? Ja. „Mein Plan ist es, regelmäßig in die Stadtteilbeiräte zu gehen, um über die Ziele von ISEK und den Weg dahin mit der Selbstverwaltung zu sprechen“, so Uta Rautenstrauch.  ...

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