Neumünster : Neumünster TV ist für den Bürgerpreis nominiert

Bader Aldeen Antaki (von links) und Ibrahim Ortacer interviewten Eilean Layden von der Koordinierungsstelle Integration der Stadt.
Bader Aldeen Antaki (von links) und Ibrahim Ortacer interviewten Eilean Layden von der Koordinierungsstelle Integration der Stadt.

Lokaler Sender startete Herbst 2017 und strahlt per Whats-App oder im Internet aus.

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23. August 2018, 18:20 Uhr

Neumünster | Jetzt heißt es Daumen drücken: Das Projekt Neumünster TV ist für den aktuellen Schleswig-Holsteinischen Bürgerpreis vorgeschlagen worden. „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Fachjury, die am 21. August getagt hat, das Projekt in der Kategorie ‚Alltagshelden‘ nominiert hat“, heißt es in einem Schreiben, das Initiator und Chef-Coach Ibrahim Ortacer gestern veröffentlichte. Die Preisverleihung findet am 5. November statt.

Neumünster TV ging im Herbst vergangenen Jahres an den Start. Informationen über den Courier, aber auch über Neumünster gibt es dort nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Arabisch, Bulgarisch, Rumänisch, Russisch, Französisch und Englisch – und zwar per Smartphone-App oder im Internet. „So ein Projekt gab es in Deutschland bisher nicht. Wir sind da ein Vorreiter“, sagt Ortacer, der die App selbst programmiert hat. Der 36-Jährige ist 2002 nach Deutschland gekommen und setzt sich seit vielen Jahren für das Zusammenleben von Deutschen und Migranten ein. Er ist unter anderem Sprecher der Türkischen Gemeinde, im Friedensforum, im Forum der Vielfalt und am Runden Tisch für Toleranz und Demokratie aktiv.

Die kleinen Filmbeiträge in den acht Sprachen sollen den Migranten als Orientierung dienen. Dabei geht es zum Beispiel um das Fahrradfahren im Dunkeln, die erste Demokratiekonferenz in Neumünster oder die neue Polizeistation an der Parkstraße.

Fest steht bereits: Um alle Projekte zu ehren, wird jeder Nominierte bei der Preisverleihung mit einem Kurzfilm der Öffentlichkeit vorgestellt. Das ehrenamtliche Engagement soll so gelobt werden, heißt es.

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