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Nach Anschlag auf Autohaus : Neumünster: Täter schossen auch auf Bürogebäude

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine Woche nach dem Anschlag auf das Autohaus Heuchert meldeten sich weitere Firmen, deren Scheiben durch Kugeln beschädigt wurden.

Neumünster | Die Täter sind noch nicht gefasst, aber sie haben deutlich mehr Schaden angerichtet als zunächst angenommen: In der vergangenen Woche meldeten sich mit der Wohnungsbaugesellschaft Gagfah und der Nutech Gesellschaft für Lasertechnik zwei weitere Firmen vom Ilsahl bei der Polizei, die Beschädigungen durch Geschosse in ihren Fensterscheiben festgestellt haben. Wie zuvor beim Autohaus Heuchert wurde auch dort offenbar mit einer Zwille oder einer Schleuder auf das Glas gezielt, durchschossen wurde es aber nicht. Verletzt wurde niemand.

Unbekannte hatten am Wochenende 17. / 18. Oktober mit einer von der Polizei sichergestellten Stahlkugel die äußere Scheibe der Thermopane-Verglasung des Autohauses von der Max-Johannsen-Brücke aus beschädigt. Mittlerweile ermittelt die Polizeidienststelle in Tungendorf wegen Sachbeschädigung in drei Fällen. „Ein konkreter Tatverdacht liegt noch nicht vor. Wir gehen aber davon aus, dass die Täter von einem Auto aus im Vorbeifahren oder nach einem kurzen Halt auf die Häuser geschossen haben“, sagt Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

Menschen befanden sich zur Tatzeit nicht in den Büros. Hinrichs hofft weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung unter Tel. 04321/945-0. „Es ist gut möglich, dass die Unbekannten hinterher von ihren Schüssen bei Freunden erzählt oder damit geprahlt haben.“

Bei der Firma Nutech entstand durch ein rund zwei Zentimeter großes Loch ein Schaden, den eine Mitarbeiterin am Montag auf mehrere hundert Euro bezifferte. „Die Scheibe war neu und erst im vergangenen Jahr eingesetzt worden“, erklärte sie. Auch auf die Gagfah dürften ähnlich hohe Kosten zukommen. Im Autohaus Heuchert war ein Schaden von etwa 9000 Euro entstanden.

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erstellt am 27.Okt.2015 | 06:45 Uhr

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