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Konrad-Adenauer-Platz : Neumünster: Stadt lässt 50 Fahrräder knacken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes hat begonnen. Um Platz für die Arbeiter zu schaffen, ließ die Stadt rund 50 Fahrräder abschleppen.

Neumünster | Das kommt auch nicht alle Tage vor: Unter den Augen von staunenden Passanten machten sich Mitarbeiter des Technischen Betriebszentrums am Mittwochmorgen mit Bolzenschneider und Flex an rund 50 Fahrrädern zu schaffen, die auf dem Konrad-Adenauer-Platz abgestellt waren. Mit dem Transporter wurden die Drahtesel zum Fundbüro gebracht, wo sie nach Absprache wieder abgeholt werden können.

Auslöser für die drastische Maßnahme war der Start der Bauarbeiten zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Um Platz für die anrückenden Gärtner und Pflasterkolonnen zu schaffen, räumten die TBZ-ler den Platz im Eilverfahren. Die Stadt hatte den Baustart zwar bereits seit einigen Tagen unter anderem auf Hinweisschildern vor Ort und im Courier angekündigt, aber dennoch war der Platz gestern Morgen mit Drahteseln vollgestellt. „Uns blieb keine Wahl“, stellte Heiner Feilke von der Bauverwaltung achselzuckend fest. Immerhin: In vielen Fällen kappten die TBZ-ler einfach die noch fest installierten, aber nicht mehr benötigten Fahrradbügel, um die angeschlossenen Fahrräder samt Bügelschloss zu sichern. Wo das nicht ging, wurden die Schlösser mit polizeilichem Segen geknackt: Die Besitzer werden auf dem Schaden sitzen bleiben.

Wer am Mittwoch glimpflich davonkam, weil er sein Fahrrad außerhalb der Sperrzone geparkt hatte, sei schon einmal vorgewarnt: Ab kommendem Montag wird auch die Stellplatzanlage vor dem Gebäude Kuhberg 1-3 zur Baustelle. Fahrradbesitzer müssen ihr Rad hier bis Montag um 6 Uhr entfernen!

Für Berufspendler, die ihr Rad regelmäßig am Bahnhof abstellen, wird es dann noch enger: Voraussichtlich für die nächsten drei Wochen wird es rund um den Konrad-Adenauer-Platz keine ausgewiesenen Fahrradparkplätze geben. Alternativen bietet die Stadt nicht an.

Die Stadt will den Bahnhofsvorplatz in den kommenden Wochen vor allem optisch neu gestalten. Die Mitte wird mit neuen Bäumen bepflanzt, die Bürgersteige und Radwege sollen neu gepflastert werden. Die ehemals stadtauswärts führende Fahrspur auf dem Kuhberg vor der Einmündung Johannisstraße wird zu einem kombinierten Fuß- und Radweg umgestaltet.

Die gute Nachricht für Radler: Auf dem umgestalteten Bahnhofsvorplatz sollen später rund 210 Stellplätze für Radler entstehen; bislang waren es rund 110. Achtung, Autofahrer: Die Bauzäune, die Radler in der Zufahrt zum Bahnhofsvorplatz bislang zu einem Schwenk zwangen, sind wieder verschwunden: Radler kreuzen die Fahrbahn jetzt wieder in gerader Linie.

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