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Ausstellung : Neumünster-Souvenirs wecken Erinnerungen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Museum Tuch + Technik wurde die Ausstellung „Gruß aus Neumünster“ eröffnet / Neumünsteraner stellten Exponate zur Verfügung

shz.de von
erstellt am 15.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Kitschig-schöne Souvenirs erstrahlen in Vitrinen ausgestellt und von kleinen Lampen angestrahlt in völlig neuem Antlitz. Vor 70 Besuchern wurde am Donnerstagabend im Museum Tuch + Technik die neue Ausstellung „Gruß aus Neumünster“ eröffnet. „Bei Souvenirs denken wir unwillkürlich an exotische Orte, aber eigentlich nie an die eigene Heimatstadt. Aber es gibt so vieles von Neumünster“, sagte Museumsdirektorin Astrid Frevert.

Anfang des Jahres hatte das Museum die Neumünsteraner aufgerufen, Souvenirs mit Bezug zu ihrer Stadt für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen. 26 Leihgeber haben sich gemeldet, rund 100 Exponate (große Sets wurden als ein Exponat zusammengefasst) sind zusammengekommen. Zeitlich eingeordnet von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zu modernen Artikeln, die heutzutage vom Citymanagement und auch im Museums-Shop verkauft werden.

„Die Idee zu der Ausstellung war gekommen, als Ute Mathesdorf dem Museum einige Souvenirs mit Neumünster-Bezug zukommen ließ“, verriet Astrid Frevert. „Ich bin seit 35 Jahren leidenschaftliche Sammlerin von Rosenthal-Porzellan. Zwangsläufig findet man dann auch etwas von Neumünster, das nimmt man mit. So allmählich trenne ich mich aber von den Dingen, die ich in der Vergangenheit überwiegend auf Flohmärkten gefunden hatte“, erzählte die Neumünsteranerin. Sie hat dem Museum ihre Souvenirs geschenkt. Darunter befinden sich beispielsweise ein Seidenkissen, ein Schnapsglas, das sie damals in Dänemark gefunden hatte, ansehnliche Löffel und einiges mehr. „Die nächsten Generationen hätten es möglicherweise einfach weggeschmissen. Aber auch das ist ein Stück Stadtgeschichte“, meinte Ute Mathesdorf.

Die Neumünsteranerin Gerda Hirsch hat dem Museum unter anderem Schnapsgläser mit Neumünster-Motiven zur Verfügung gestellt. „Wenn Namenstag gefeiert wurde, habe ich als kleines Kind immer einen Träger mit Schnapsgläsern vorsichtig zum Tisch der Erwachsenen gebracht. Vor ein paar Jahren habe ich einen solchen Träger auf dem Herbstmarkt im Propst-Riewerts-Haus entdeckt und musste den sofort kaufen. Das hat Kindheitserinnerungen geweckt“, erzählte sie.

Und genau solche Erinnerungen sollen geweckt werden. Das betonte auch Ute Spieler von der Stadt in ihrem Grußwort. „Unser Gedächtnis ist wie eine Schublade, die ständig klemmt. Durch Souvenirs wird sie wieder geölt. Die persönlichen Emotionen in dieser Ausstellung sind spürbar“, sagte sie. Auch zahlreiche Postkarten seien im Museum eingegangen. „Wir haben einige Karten von Leihgeber Hans-Jürgen Schwanke reproduziert und auf Fahnen bedruckt und ausgestellt. Es gibt jedoch so viele Postkarten über Neumünster, daraus werden wir beizeiten eine eigene Ausstellung machen“, sagte die Museumsdirektorin. Siehe Text unten

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