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Ratsversammlung : Neumünster soll eine Fahrradstadt werden

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Alle Fraktionen bis auf die CDU stimmten einem rot-grünen Zehn-Punkte-Programm zu. Bei allen Straßenbaumaßnahmen sollen die Belange von Radfahrern berücksichtigt werden

Die Ratsversammlung hat ein rot-grünes Zehn-Punkte-Programm verabschiedet, das Neumünster zur „Fahrradstadt“ machen soll. „Jeder vierte Neumünsteraner fährt Rad“, sagte SPD-Fraktionschef Uwe Döring. Das soll künftig noch attraktiver werden und das Image der Stadt steigern.

Es gehe beim Programm nicht um „Vorrang, sondern um Gleichberechtigung für den Radverkehr“, sagte Döring. Andere Städte machen das schon vor. „Wir müssen das Rad also nicht neu erfinden“, so Döring. Bei Umbauten, wie sie der Verkehrsversuch mit sich bringe, sollten die Belange der Radler gleich mitbedacht werden. Einbahnstraßen könnten für Radfahrer geöffnet werden. Vor allem soll die Stadt von ihrem bundesweit unrühmlichen Spitzenwert bei Radunfällen mit Kindern herunter kommen.

„Nach der Messestadt und Pferdestadt nun Fahrradstadt. Gab es das nicht schon einmal?“, fragte Babett Schwede-Oldehus (CDU) und gab auch gleich die Antwort: „Ja, vor 20 Jahren ließ die CDU die Radlerherzen höher schlagen. Wir sind schon eine Fahrradstadt.“ Sicher gebe es einiges zu verbessern, etwa den Radweg am Großflecken. Allerdings vermisste sie ein schlüssiges Konzept, vor allem zu den Kosten. Schwede-Oldehus warnte vor „enttäuschten Hoffnungen, die mit solchen Anträgen geweckt werden“ und empfahl die Überweisung in den Fachausschuss. „Die CDU möchte angesichts der Haushaltslage kein weiteres Feld für teure Maßnahmen eröffnen“, sagte Babett Schwede-Oldehus.

Oberbürger Dr. Olaf Tauras zeigte für beide Positionen Verständnis. Der Plan weise in die richtige Richtung, sei aber nur in Teilen umsetzbar. Tauras: „Die für ein Radroutennetz nötigen Ressourcen sind leider nicht benannt. Und sie stehen auch nicht zur Verfügung.“ Doch darum geht es Grünen-Fraktionschef Thomas Krampfer auch nicht: „Wir fordern keine konkreten Maßnahmen, sondern wollen das Thema wieder ins Bewusstsein rücken.“

Am Ende stimmten alle Fraktionen bis auf die CDU für den Antrag. Die Christdemokraten enthielten sich. Mehr aus dem Rat auf Seite 16

 

 

 

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erstellt am 28.Aug.2013 | 20:17 Uhr

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