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Pferdestammbuch SH/Hamburg : Neumünster: Publikum bejubelte die Sieger-Hengste

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

33 Tiere wurden gekört. Mehr als 3000 Besucher kamen zum bunten Schaunachmittag.

Neumünster | Drei Tage lang herrschte beim Pferdestammbuch (PSB) Schleswig-Holstein/Hamburg große Spannung. Rund 80 Hengste stellten sich in den Holstenhallen der Körkommission, die nach strengen Regeln richtete. Aus 19 Rassegruppen erhielten schließlich 33 Hengste das begehrte Prädikat „gekört“.

„Die Zeiten, quasi mal eben sein Pony von der Wiese zu zerren und zur Körung zu fahren, sind lange vorbei. Heutzutage können nur die wenigsten Züchter ihren Hengst noch selbst vorbereiten. Das ist alles sehr professionalisiert worden“, erklärte der PSB-Vorsitzende Hans-Heinrich Stien (St. Peter-Ording), der im Mai nach 21 Jahren aus seinem Amt ausscheidet und somit nun ein letztes Mal der Veranstaltung vorstand.

Nordkap (von Nevitano) wurde als bester Hengst unter den Haflingern ausgewählt. Damit erfüllten die Richter die Erwartungen von Wolfgang Kreikenbohm, der den Dreijährigen auf seinem Gestüt, dem Pony-Park Padenstedt, selbst gezogen hatte.

Den Sieger unter den Deutschen Reitponys, der mit 35 Köpfen größten Rassegruppe, stellt erneut Peter Böge aus Schönhorst. Cote Azur, gezogen von Klaus Kudlinski (Brügge), führt das Feld an. Reservesieger wurde Schierensees Mainstream aus der Zucht von Kristin Rosenbaum (Malente). Zweite Reserve wurde Steendieks Colour Magic, ebenfalls vom Gestüt Steendiek von Peter Böge. Insgesamt fällte die Körkommission um Dr. Elisabeth Jensen für die Reitponys zehn Mal das Urteil „gekört“.

Bewertet wurden die Anwärter auf festem Grund, beim Freilaufen sowie beim Freispringen. Am Sonnabend musste die Jury dazu sogar bis in den späten Abend hinein konzentriert ihre Wertungen abgeben. Wenn es dann allerdings hieß: „Dieser Hengst ist gekört“, wurde dies mit lautstarkem Beifall von den Rängen gefeiert.

Vom Publikum besonders bejubelt wurde Elisabeth Lammers aus Kiel. Sie hatte ihren Habicht „mit viel Schrittarbeit“ selbst vorbereitet und stellt nun zum 125-jährigen Bestehen der Schleswiger-Kaltblüter den Sieger der Heimatrasse aus dem Land zwischen den Meeren.

Sonntagnachmittag stand schließlich der beliebte Schaunachmittag auf dem Programm. Mehr als 3000 Besucher ließen sich in 19 Schaubildern mit auf eine fantasievolle Zeitreise nehmen. Insgesamt sorgten mehr als 400 Reiter drei Stunden lang dafür, dass das Publikum aus dem Staunen nicht herauskam. Deshalb wurden die kreativen Choreografien auch immer wieder mit begeisterten Beifallsstürmen belohnt.

Noch während der Veranstaltung begann jedoch auch schon der Umbau für die nächste Pferde-Veranstaltung. Denn ab Donnerstag geht es in den Holstenhallen mit dem hochklassigen, internationalen Reitturnier VR Classics weiter, bei dem Spring- und Dressurreiter um wichtige Weltranglistenpunkte kämpfen.  

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erstellt am 15.Feb.2016 | 07:30 Uhr

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