Silvester : Neumünster lässt es krachen

Die Feuerwerksexperten Arne Lembke (von links), Jan Zimmermann und Helge Schrickel zeigen eine kleine Auswahl des Feuerwerksortiments.
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Die Feuerwerksexperten Arne Lembke (von links), Jan Zimmermann und Helge Schrickel zeigen eine kleine Auswahl des Feuerwerksortiments.

Fachhandel erwartet deutliche Umsatzsteigerung beim Verkauf von Böllern und Raketen. Im Trend liegt Verbundfeuerwerk.

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28. Dezember 2017, 08:15 Uhr

Neumünster | Heute startet offiziell der Verkauf von Silvesterfeuerwerk – und wenn die Erwartungen des Fachhandels zutreffen, werden die Neumünsteraner es zum Jahresausklang so richtig krachen lassen. „Wir sind auf eine Steigerung im zweistelligen Bereich eingestellt, können im Großhandel nachordern“, sagt Arne Lembke, der Leiter des Hagebaumarkts an der Boostedter Straße.

Die Kunden dort und im Markt an der Kieler Straße konnten sich gestern Abend schon einmal bei einem Demonstrationsfeuerwerk über die aktuellen Trends informieren und ihre Bestellungen aufgeben. Allein bei Hagebau gibt es rund 200 verschiedene Feuerwerkskörper im Sortiment. „Vom römischen Licht über Einschuss-Rohre, kleine Batterien bis hin zu großen Verbundfeuerwerken“, schildert Jan Zimmermann, Hagebau-Fachverkäufer und angehender Pyrotechniker, die Bandbreite.

„Der Trend geht seit Jahren schon zum Verbundfeuerwerk, das es für kleines und großes Geld gibt“, sagt Verkäufer Helge Schrickel. Der Spaß beginnt bei unter zehn Euro. Der Mercedes unter den Verbundfeuerwerken heißt „Cologne“ – 905 Schuss in fünfeinhalb Minuten abgefeuert kosten 299 Euro. Eine Neuheit seien Verbundsysteme zum Selberstecken. Man könne so das Feuerwerk modulartig kombinieren.

Da Silvester in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, startet der Verkauf einen Tag früher als sonst. Beim Büchsenmachermeister Johannsen am Haart konnten sich Böller-Liebhaber allerdings schon vorher eindecken. Johannsen verkauft auch Schreckschusswaffen, die ab 18 Jahren erworben werden dürfen und für die es auch Leuchtraketen und Knaller gibt. Diese werden über einen Waffenaufsatz verschossen. Juniorchef Dirk Johannsen nennt gleich mehrere Vorteile: „Es gibt kein offenes Feuer, man ist daher wetterunabhängig und kann bei Wind, Regen oder Schnee böllern.“ Der Böller fliege durch den Schuss vom Schützen weg und könne auch nicht in der Hand losgehen. Für den Gebrauch der Waffe mit Gasmunition zum Selbstschutz werde allerdings der sogenannte kleine Waffenschein benötigt.

Die Feuerwehr mahnt zum sachgerechter Umgang mit Silvesterfeuerwerk. „Feuerwerk ist auch Feuer“, heißt es. Die Gebrauchsanweisung solle unbedingt beachtet werden. Außerdem bitten die Retter, Rücksicht auf Tiere zu nehmen. Arne Lembke ist selbst Pferdehalter. „Ich freue mich für alle Böllerfreunde, werde selbst aber verzichten und versuchen, die Pferde zu beruhigen.“

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