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Polizeibericht : Neumünster ist kein Ziel von Banden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Zahl der Einbrüche schnellt in einigen Regionen des Landes dramatisch in die Höhe. Neumünster bleibt aber weitgehend verschont.

von
erstellt am 04.Jan.2016 | 17:52 Uhr

Neumünster | Die Zahl der Einbrüche schnellt in einigen Regionen des Landes dramatisch in die Höhe. Immer wieder machen Banden aus Südosteuropa den Ermittlern zu schaffen (der Courier berichtete). Neumünster scheint jedoch nicht zum Aktionsradius dieser professionellen Täter zu gehören. Dafür sprechen aktuelle Zahlen und Ermittlungen.

Zwar wurden im Bereich der Polizeidirektion (PD) Neumünster, zu der Neumünster und der Kreis Rendsburg-Eckernförde gehören, im Vergleich zum Vorjahr im November und Dezember 2015 deutlich mehr Einbruchsfälle gezählt.

Allerdings liegt der Schwerpunkt dabei nicht im Stadtgebiet. Hier spricht die Polizei von einem „eher gemäßigten Anstieg“. Von 58 Taten im November und Dezember 2014 stieg in Neumünster die Zahl im gleichen Zeitraum ein Jahr später auf 79 gemeldete Einbrüche, wobei der Wert für 2015 zum Beispiel durch weitere Ermittlungen oder Anzeigen noch variieren kann. Beliebte Beute waren stets Schmuck und Bargeld sowie kleine technische Geräte wie Fotoapparate oder Handys.

Auffallend wenig Einbrüche gab es laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs in Neumünster in diesem Jahr rund um die Feiertage. Von Weihnachten bis zum 3. Januar wurden bisher sieben Taten angezeigt, zwei davon waren Einbruchversuche. Besondere Häufungen in einzelnen Stadtteilen gibt es laut Polizei nach wie vor nicht.

Die aktuellen Fälle spiegeln das wider: Betroffen waren in der vergangenen Woche die Besitzer von Häusern in Wittorf, Gadeland und Tungendorf, aber genauso auch Anwohner aus der Innenstadt.

Einbrecher-Banden aus Südosteuropa scheinen im Gegensatz zu anderen Landesteilen in Neumünster zurzeit nicht am Werk zu sein. „Es gibt aktuell keine Hinweise darauf, dass Neumünster in den Fokus dieser Gruppierungen gelangt ist“, erklärte Uwe Keller, Sprecher des Landeskriminalamtes.

Stattdessen machen hohe Einbruchzahlen in Gemeinden rund um Kiel (wie Altenholz, Strande oder Kronshagen) der Neumünsteraner Direktion Kopfzerbrechen. Für 2014 verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik für den Zuständigkeitsbereich (Kreis Rendsburg-Eckernförde und Neumünster) im November und Dezember noch 185 Einbrüche. Ein Jahr später wurden in den beiden Monaten bereits 312 Fälle gemeldet. Mit einem Anstieg von 127 Taten liegt die Region im Landesvergleich in einem guten Mittelfeld. Weitaus härter trifft es den Hamburger Speckgürtel (zum Beispiel PD Segeberg: Ansteig von 225 Taten). Die wenigsten Einbrüche wurden innerhalb der Direktionen Flensburg und Itzehoe begangen.

Kommentar:

Hier haben es  Täter schwer: Das ist  wirklich eine sehr gute Nachricht: Während  in vielen Regionen im Land die Einbrecher vermehrt ihr Unwesen treiben, scheinen sie an Neumünster trotz der zentralen Lage und der Autobahnnähe eher wenig  Gefallen zu finden.

Warum das so ist, ist auch Fachleuten nicht ganz klar. Sicher ist jedoch: Die hiesige Polizei hat in den vergangenen Jahren stets  fleißig  darüber aufgeklärt, wie man es   Tätern zum Beispiel durch Verriegelungen an Fenstern und Türen oder aufmerksame Nachbarn  schwer macht. Vielleicht  hat  sich  das   auch  in den entsprechenden Täterkreisen herumgesprochen!

 

 

 

 

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