„Mein himmlisches Hotel“ : Neumünster: Fernsehen drehte im Museum

Vier Hotelier-Paare mussten in fünf Minuten an einem Teppich so viele Reihen  wie möglich  weben. Mit dabei:   Der Neumünsteraner Hotelier Thomas Hildebrandt (links) und seine Verlobte Bettina Seitz (sitzend).
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Vier Hotelier-Paare mussten in fünf Minuten an einem Teppich so viele Reihen wie möglich weben. Mit dabei: Der Neumünsteraner Hotelier Thomas Hildebrandt (links) und seine Verlobte Bettina Seitz (sitzend).

Bei der Fernsehshow „Mein himmlisches Hotel“ ist der Neumünsteraner Hotelier Thomas Hildebrandt dabei.

shz.de von
15. Januar 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Eigentlich geht es in der Doku-Reihe „Mein himmlisches Hotel“ beim Fernsehsender Vox ja darum, wer aus Sicht der professionellen Konkurrenten die schönste und sauberste Unterkunft mit dem freundlichsten Personal und dem besten Frühstück in der Region hat. Doch damit den teilnehmenden Teams nicht langweilig wird, muss auch eine stadttypische Aufgabe erledigt werden. Und so bot sich gestern Nachmittag im Museum Tuch + Technik ein ungewöhnliches Bild. Mitten zwischen den Ausstellungsstücken webten vier Paare in fünf Minuten unter Anleitung von Museumsmitarbeiterin Kirsten Rolle einen Teppich. Um sie herum wuselten Kameraleute, Tonassistenten, Aufnahme- und Produktionsleiter.

Seit Anfang 2014 läuft die Sendung „Mein himmlisches Hotel“ montags bis freitags von 17 bis 18 Uhr auf Vox. Wer überzeugt die Kontrahenten vom eigenen Gästehaus?, lautet die zentrale Frage. Die Hoteliers öffnen ihre Zimmer für die direkte Konkurrenz. Sie kennen dabei nur die Vornamen. Nachnamen, Alter und Herkunft sind tabu und dürfen nicht preisgegeben werden. Denn: Wohin es am nächsten Tag zur Konkurrenz geht, ist ein Geheimnis. In der Vox-typischen 5-Tages-Dramaturgie vergeben die Hoteliers am Morgen nach ihrer Übernachtung maximal 10 Punkte in den Kategorien Haus, Zimmer, Service und Frühstück. Doch erst im Finale wird offen gelegt, was die Gäste bereit waren, für die Übernachtungen in den fremden Betten zu bezahlen. Die spannende Frage: Wie groß ist dann die Differenz zum eigentlichen Zimmerpreis? Denn neben den vergebenen Punkten entscheidet auch die Bezahlung. Damit können die Hoteliers am Ende noch einmal Boden gutmachen. Das Gewinner-Paar bekommt am Ende 3000 Euro.

„Wir wurden vom Sender angesprochen und mussten nicht lange überlegen, ob wir mitmachen. Das war ziemlich schnell klar“, sagt Thomas Hildebrandt, der mit seiner Verlobten „Hildebrandts – Das grüne Stadthotel“ an der Plöner Straße führt. Die anderen drei Paare mussten die Nacht zu heute bei ihm verbringen und werden das Hotel heute bewerten. In der Nacht vor dem Dreh habe er kaum geschlafen, gab Hildebrandt gestern zu. „Wir waren bis spät abends in den Zimmern, um alles perfekt zu gestalten.“ Mehrere Stunden wird diese Woche jeden Tag gedreht. „Das ist ganz schön anstrengend, aber macht auch viel Spaß“, sagte Bettina Seitz in einer kurzen Drehpause.

Auch Karin Ruhmöller vom Museum freute sich: „Das ist toll, dass unser Haus bundesweit ins Fernsehen kommt“, sagte sie.

Die Sendung aus Neumünster wird voraussichtlich im Frühjahr ausgestrahlt, das genaue Datum steht aber noch nicht fest.

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