Fussball-WM : Neumünster feierte den Gruppensieg

Der Großflecken war gestern nach 20 Uhr ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer. Mit Tröten, Pfeifen, Rasseln und ganz viel Hupen wälzte sich der Korso durch die Innenstadt.
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Der Großflecken war gestern nach 20 Uhr ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer. Mit Tröten, Pfeifen, Rasseln und ganz viel Hupen wälzte sich der Korso durch die Innenstadt.

Gleich nach dem WM-Spiel eroberten die Autofahrer die Innenstadt / Polizei regelte den Verkehr diesmal etwas strenger

shz.de von
27. Juni 2014, 05:00 Uhr

Fußballdeutschland ist mit einem 1:0-Sieg gegen die USA einen kleinen Schritt näher an den Weltmeistertitel gekommen – und Neumünster hat gestern so getan, als wäre der Pokal schon zu Hause. Nach dem Spiel drängten wieder hunderte von Fans in die Innenstadt.

Beim Public Viewing in der Holstenhalle brach das Eis unter den etwa 900 Fans erst, als in der 55. Spielminute endlich das 1:0 fiel. Nach verhaltener erster Halbzeit (in Recife und in der Halle) fielen sich die in Nationalfarben gehüllten Deutschland-Fans nun glücklich in die Arme.

Zuschauer Fred Teetzen aus Bad Bramstedt äußerte sich trotzdem noch skeptisch. „Ich glaube, dass die deutsche Mannschaft sich am Ende nur auf dem dritten Platz behaupten kann. Es gibt andere Mannschaften, die besser sind“, meinte der Fußballfan, der seiner Mannschaft natürlich dennoch die Daumen drückt. Mit seinem Bekannten Ralf Koslowski feuerte er die Mannschaft in der Holstenhalle lautstark mit Vuvuzelas an.

Beim genauen Blick durch die Zuschauerreihen stachen drei junge Damen besonders hervor. „Ich habe heute meinen Abschluss zur staatlich anerkannten pädagogischen Assistentin gefeiert. Wir sind direkt im Anschluss in die Holstenhalle gefahren“, erzählte Jacqueline Peter, die mit ihren Freundinnen Lisa Eggers und Roja Ramzani in schicken Abendkleidern zwischen den schwarz-rot-goldenen Fußballfans Platz nahm.

Nach dem Sieg ging es für die Neumünsteraner Fans natürlich wieder gen Großflecken. Laut hupend drehte der Autokorso seine Runden. Die Polizei aber gab den Spielverderber: Schon kurz nach dem Abpfiff machten die Ordnungshüter mit Streifenwagen die Gänsemarktkreuzung in Richtung Großflecken dicht. Es ging nur noch stadtauswärts, rein durfte keiner mehr. Die Fan-Karawane nahm es sportlich: Der Autokorso suchte sich laut hupend und trötend einen anderen Weg durch die Innenstadt. „Alle vier Jahre darf man mal verrückt sein!“, rief eine junge Frau in Deutschland-Farben.

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