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Brandserie : Neumünster: Der Feuerteufel kehrte zurück

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wieder brannte ein Altkleidercontainer an der Sedanstraße. Die Anwohner sind sehr besorgt. Am Dienstag ging die Polizei von Haus zu Haus.

Neumünster | Der unheimliche Brandstifter hat seine Serie fortgesetzt. Am Dienstag stand in den frühen Morgenstunden erneut an der Sedanstraße ein Altkleidercontainer in Flammen. Die Anwohner sind mittlerweile sehr besorgt. Bereits in der Nacht zu Montag hatte der Unbekannte vier Feuer in der Innenstadt gelegt.

Laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs meldeten Anwohner gestern gegen 5.40 Uhr einen brennenden Container für Altkleider an der Ecke Sedanstraße/Rendsburger Straße. Genau an derselben Stelle hatte der Brandstifter bereits in der vorausgegangenen Nacht schon einmal gezündelt. Damals waren jedoch nicht alle Kleidungsstücke entflammt – er legte also nach.

Für seinen ersten Rundgang durch das Viertel hatte sich der Feuerteufel die Zeit um Mitternacht ausgesucht. Zuerst brannten damals an der Ecke Augustastraße/Moltkestraße im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses Zeitschriften. Die Tür wurde ebenfalls angesengt. Innerhalb einer Dreiviertelstunde standen dann plötzlich zwei Altkleidercontainer an der Sedanstraße und diverse Mülltonnen am Röhrenweg in Flammen.

Spätestens seit gestern Morgen sind die Anwohner des Viertels durchaus besorgt. „Dass der einfach noch mal wiederkommt, ist schon beängstigend. Da fährt einem der Schreck in die Glieder“, sagte Alexandra Brosowski (48). Sie wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern genau gegenüber einer Brandstelle. „Ich hatte was gehört und aus dem Fenster geschaut“, berichtete sie aus der ersten Brandnacht. „Ich dachte zuerst, die ältere Dame von gegenüber hätte den Notarzt gerufen. Dann sah ich die Feuerwehr“, erzählte die Anwohnerin. Als sie später von den anderen Brandstiftungen hörte, wurde ihr die Sache unheimlich.

Nach der zweiten Brandnacht haben sie und ihr Mann beschlossen: „Wir schließen unsere Mülltonnen jetzt ein.“ Ebenso wie andere Anwohner wollen sie außerdem besonders genau hinschauen, was sich in der Straße tut.

Gestern bekamen die Anwohner bereits Besuch von der Polizei. Die Ermittler gingen von Haus zu Haus, verteilten Faltblätter mit den Fakten zu der Brandserie und fragten nach verdächtigen Beobachtungen. „Die Polizei wird ihre Präsenz verstärken und vermehrt Streife fahren“, erklärte Sönke Hinrichs. Einen Tatverdächtigen gibt es zurzeit noch nicht. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung beziehungsweise Brandstiftung und bittet unter Tel. 04321-9450 um Hinweise.

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erstellt am 20.Aug.2014 | 05:00 Uhr

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