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Fussgänger-Zählung : Neumünster: Besucherströme wie in Berlin

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und der Citymanager Michael Keller freuen sich über erstaunliche Ergebnisse einer Passanten-Zählung zwischen Bahnhof und Rathaus.

Neumünster | Auf dem Großflecken sind donnerstags und sonnabends in Spitzenzeiten ähnlich viele oder sogar mehr Passanten unterwegs als in den guten Innenstadtlagen von Hamburg, Düsseldorf oder Berlin. Außerdem kommen sonnabends kaum mehr Menschen in die Innenstadt als donnerstags. Das sind die Ergebnisse einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Fußgänger-Frequenzzählung vom 11. und 13. September. An diesen beiden Tagen hatten Mitarbeiter der Agenturen Wolfgang Naber und Market Survey aus Hamburg jeweils durchgängig zwischen 10 und 18 Uhr die Passanten in neun Bereichen zwischen Bahnhof und Rathaus gezählt.

Erfasst wurde jeder Fußgänger ab 10 Jahren sowie Fahrrad- und Rollstuhlfahrer. Das stärkste Fußgängeraufkommen gab es demnach am Großflecken nördlich der Holstenstraße und Lütjenstraße auf der gedachten Linie vom Modegeschäft Bonita zum Modegeschäft Orsay. Hier zählten die Gutachter an dem Donnerstag 17 500 Fußgänger über den ganzen Tag, davon allein 2600 in der Spitzenstunde zwischen 16 und 17 Uhr. Am Sonnabend lag die sogenannte Stundenhöchstfrequenz sogar bei gut 4600 Personen.

Dennoch liegen die absoluten Zahlen zwischen Donnerstag und Sonnabend kaum auseinander (siehe Infokasten). „Dass der Sonnabend, der normalerweise eigentlich den Haupteinkaufstag einer jeden Woche darstellt, nicht herausragt, liegt daran, dass der Donnerstag bereits beachtliche Frequenzen aufweist und man sich hier bereits auf einem recht hohen Niveau bewegt“, sagt Gutachter Wolfgang Naber. Allerdings würden sich die Motive für einen Aufenthalt in der Innenstadt zwischen Donnerstag und Sonnabend deutlich unterscheiden. Während sonnabends in der Regel das Bummeln und Einkaufen im Vordergrund stehe, gebe es am Donnerstag „eine vielfältige Überlagerung unterschiedlichster Gründe wie Termine beim Arzt oder bei der Bank, Schul- und Bürobesuche oder Erledigungen im Rathaus“, so Naber.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Citymanager Michael Keller freuen sich über das Ergebnis. „Die Zahlen bestätigen unsere Wahrnehmung einer belebten und beliebten Innenstadt“, sagt der OB. Keller sagte, zusammen mit der Umfrage des Citymanagements im vergangenen Jahr (der Courier berichtete) sei nun „eine belastbare Datengrundlage“ geschaffen worden. Im Herbst 2016 nach der Eröffnung der Einkaufspassage Holsten-Galerie sollen Zählung und Umfrage wiederholt werden, um festzustellen, ob und gegebenenfalls wo es dann weniger Passanten gibt.

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erstellt am 26.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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