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Brachenfeld-Ruthenberg : Neumünster bekommt Übungsplatz für Rollator-Fahrer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Pestalozziweg soll der bundesweit erste Trainingsplatz entstehen. Der Stadtteilbeirat ist für eine Verlängerung der Buslinie 14 bis zum Störpark.

Neumünster | Hinter dem Haus Berlin am Pestalozziweg soll der bundesweit erste Verkehrsübungsplatz für Rollator-Benutzer aus ganz Schleswig-Holstein entstehen. Entsprechende Pläne stellten am Dienstagabend Cornelia Schlick von der Fachschule für Motopädagogik, und Jürgen Büstrin, Geschäftsführer vom Haus Berlin, im Stadtteilbeirat Brachenfeld-Ruthenberg vor. Rund 20 Besucher lauschten den Ausführungen.

Demnach ist ein rund 75 Quadratmeter großer Parcours mit verschiedenen Untergründen wie Asphalt, Kopfsteinpflaster, Rasen oder Gehwegplatten geplant. Zusätzlich sollen Bordsteinkanten und andere Hindernisse eingebaut werden. „Ziel ist es, einen sicheren Umgang zu erlernen und damit auch wieder ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen. Wir wollen dahin kommen, dass Rollatoren anerkannte Alltagsgegenstände sind, über die man nicht mehr lächelt“, sagte Cornelia Schlick. An den Übungsplatz angegliedert werden soll möglicherweise eine Rollatorwerkstatt, in der alte Gehhilfen wieder aufgemöbelt werden. Die engagierte Motopädagogin hat zudem Pläne für ein sogenanntes Rollator-Sharing – ähnlich dem Car-Sharing. Dabei teilen sich mehrere Benutzer zu unterschiedlichen Zeiten einen Rollator, um zum Beispiel Einkäufe zu erledigen.

Der Stadtteilbeirat wünscht sich wieder eine Buslinie durch Brachenfeld. Diese wurde vor rund zehn Jahren wegen zu geringer Fahrgastzahlen eingestellt. Momentan fahren nur Anruf-Linien-Taxen. Weil das Prinzip dieser Bestell-Fahrten aber vielen nicht klar ist, soll mehr Werbung dafür gemacht werden, erklärte Detlev Schulz vom Fachdienst Stadtplanung. Er nahm in der Diskussion zum zweiten Regionalen Nahverkehrsplan zudem die Anregung mit, die Buslinie 14 durch Ruthenberg bis zum Störpark weiterfahren zu lassen und dort auch den Anschluss an die Gadelander Linie herzustellen. Ferner kündigte Schulz an, dass die Busse am Zob künftig statt zur vollen Stunde, um 20 nach und um 20 vor nun um zehn nach, halb und zehn vor fahren sollen. Grund: So ist eine besser Anbindung an Busse nach Kiel und Hamburg möglich.

Nach langer Suche wird nun auch eine Straße nach dem ehemaligen Stadtpräsidenten Karl Rahe benannt. Der Stadtteilbeirat sprach sich einstimmig dafür aus, die neue Erschließungsstraße zum Baugebiet in Ruthenberg (der Courier berichtete) nach dem CDU-Mann und Unternehmer zu benennen. Rahe war vom 25. Mai 1955 bis 24. Mai 1956 sowie vom 24. Mai 1957 bis 5. November 1957 Stadtoberhaupt.

Bei einer nicht-öffentlichen Sitzung am 21. Oktober sprach sich der Beirat zudem erneut mehrheitlich gegen die Ansiedlung einer Apotheke im Störpark aus. Hier hat aber die Ratsversammlung das letzte Wort.

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