Grossflecken : Neumünster arbeitet an Plan B

„Weiche Verkehrberuhigung“: Plan B der Verkehrs- und Stadtplaner erlaubt weiter die Durchfahrt über den Großflecken, begrenzt aber den Ein- und Auslass. Durch spezielle Schaltungen  arbeiten die beiden Ampeln an der Altonaer Straße und am Kuhberg wie Pförtner.  Damit Fußgänger gefahrlos den Großflecken überqueren können, sollen neue Bedarfsampeln aufgestellt werden. Ob zwei Ampeln (wie in dieser Grafik) ausreichen, ist noch offen.
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„Weiche Verkehrberuhigung“: Plan B der Verkehrs- und Stadtplaner erlaubt weiter die Durchfahrt über den Großflecken, begrenzt aber den Ein- und Auslass. Durch spezielle Schaltungen arbeiten die beiden Ampeln an der Altonaer Straße und am Kuhberg wie Pförtner. Damit Fußgänger gefahrlos den Großflecken überqueren können, sollen neue Bedarfsampeln aufgestellt werden. Ob zwei Ampeln (wie in dieser Grafik) ausreichen, ist noch offen.

Neumünster möchte den Verkehr auf dem Großflecken neu regeln. Entweder mit einer Sperrung für Autos - oder mit Ampeln, die extrem kurze Grünphasen haben.

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29. Januar 2014, 18:59 Uhr

Neumünster | Die ganze Stadt spricht über den Bürgerentscheid und die Zukunft des Großfleckens. Wenn das ECE-Einkaufszentrum fertig ist, muss der Großflecken entweder für den Durchgangsverkehr gesperrt werden (Plan A) oder der Autoverkehr mit zusätzlichen Ampeln reguliert werden. An diesem Plan B wird in der Verwaltung auch gearbeitet.

Plan B einer „weichen Verkehrsberuhigung“ basiert auf sogenannten Pförtnerampeln an den Hauptzufahrten zum Großflecken am Kuhberg und an der Altonaer Straße. „Man dosiert hier die Zufahrt zum Großflecken mit reduzierten Grünphasen“, erläutert Verkehrsplaner Michael Köwer das Prinzip. Rechenmodelle für den Ampeltakt gibt es noch nicht. Für Busse sind Vorrangschaltungen vorgesehen, wie es sie jetzt schon am Bahnhof, am Gänsemarkt und am Rathaus gibt.

Das Ziel ist klar: Wenn weniger Autos ein- und ausgelassen werden, verringert das die Stau-Gefahr auf dem Großflecken. Gleichzeitig steigt diese Gefahr an den Rändern, besonders auf der Altonaer Straße und am Kuhberg. Und es gibt ein weiteres Problem: Damit Fußgänger gefahrlos den Großflecken überqueren können, müssten für sie nach Einschätzung der Stadt neue Bedarfsampeln aufgestellt werden. Sie würden den Verkehrsfluss natürlich bremsen und die Stauwahrscheinlichkeit wieder erhöhen. „Ob zwei Ampeln ausreichen, ist noch offen“, sagt Köwer.

Entspannter würde die Situation, wenn mehr Autofahrer vom Großflecken auf den Ring ausweichen würden. „Die Optimierung der Ampelschaltungen auf dem Ring ist schon mit dem Verkehrsversuch umgesetzt worden“, sagt Köwer und betont: „Inzwischen klappt das auch. Der Verkehr auf dem Ring fließt seit der letzten Anpassung im Oktober gut.“

Der alternative Plan B sieht auch den Ausbau der Kreuzung am Gänsemarkt vor. Sie wäre durch den zusätzlichen Verkehr, den das ECE-Einkaufszentrum anzieht, überlastet und müsste auf den ersten Abschnitten am Kuhberg und am Großflecken um je eine Abbiegespur erweitert werden (der Courier berichtete); beide Seiten wären drei- statt bisher zweispurig. Dafür müssten ein Teil des östlichen Bürgersteigs (vor dem Kuhberg-Karree) und zwei Bäume weichen. „Der Gehweg wird etwas eingeschränkt, bleibt aber breit genug“, sagt Stadtplaner Bernd Heilmann.

Geregelt ist das alles vorsorglich schon einmal im Realisierungsvertrag, den die Stadt im Dezember mit ECE geschlossen hat. Sollten sich die Bürger am 25. Mai gegen die Sperrung des Großfleckens entscheiden, muss „auf jeden Fall der große Umbau erfolgen“, so Heilmann. ECE trägt die Kosten. Die Stadt hat sich verpflichtet, den Umbau zeitgleich mit dem Bau des Einkaufszentrums zu realisieren. Heilmann: „Die Kreuzung muss zur Eröffnung der Holsten-Galerie fertig sein.“

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