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Rund um Neumünster : Neujahrswünsche aus dem Umland

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gesundheit, Zeit mit der Familie sowie eine gute Lösung für die Flüchtlingsproblematik sind den Ortspolitikern und Bürgern wichtig.

Boostedt | Das Jahr 2015 geht heute auf die Zielgerade. Viele Ortspolitiker und auch Bürger in den Gemeinden rund um Neumünster ziehen an diesem Tag für sich Bilanz für 2015 und denken über ihre Wünsche für das kommende Jahr nach. In einer Umfrage ließen sie den Courier an ihren Gedanken teilhaben. Insbesondere der Wunsch nach einer Lösung für die Flüchtlingskrise und die Gesundheit sind vielen Menschen im Jahr 2016 besonders wichtig.

Hartmut Bielfeldt (69) ist Zahnarzt und Vorstandsmitglied im Kultur- und Förderverein Hof Lübbe in Boostedt. „Für uns alle wünsche ich mir, dass ein bisschen mehr Ruhe in das Thema Flüchtlinge kommt. Darüber mache ich mir wirklich Sorgen, weil niemand sagen kann, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Für mich privat habe den Wunsch, das nächste Weihnachtsfest wieder mit der ganzen Familie verbringen zu können. In diesem Jahr nämlich konnte meine Tochter, die zurzeit in Amerika lebt, das erste Mal nicht mit uns gemeinsam feiern. Das hat meine Frau und mich sehr traurig gemacht“, sagt er.

Annegret Widdermann (63) ist ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe in Großenaspe tätig. Sie erzählt: „Der Frieden und die Gesundheit stehen für mich an erster Stelle, denn diese beiden Dinge bedingen alles andere. Wenn wir das für alle Menschen auf der ganzen Welt erreichen könnten, wäre dies mein sehnlichster Wunsch. Persönlich wünsche ich mir, dass mir das Glück und die Freude, weiterhin helfen zu können, erhalten bleiben. Denn die Flüchtlinge brauchen unsere Unterstützung, um ihr Schicksal letztlich wieder selbst in die Hand nehmen zu können.“

Nils Höfer (49) ist Bürgermeister in Krogaspe. „Mein Wunsch ist, dass die Zusammenarbeit unter den Gemeindevertretern auch in Zukunft so gut klappt wie bisher. Und dass wir weiterhin auf die vielen Helfer bauen können, die die Entwicklung des Dorfes und unser Zusammenleben als Gemeinschaft schon jetzt tatkräftig unterstützen. Im Privaten wünsche ich mir Gesundheit für mich und meine Familie. Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn es im kommenden Jahr in meinem beruflichen Umfeld etwas ruhiger werden würde“, berichtet er.

Ilse Ortmann (75) wohnt in Latendorf und wünscht sich „dass es Frieden auf Erden werde, damit die Menschen nicht mehr aus ihren Heimatländern flüchten müssen. Außerdem sollte sich die hohe Politik endlich einmal darüber einig werden, wie sie unsere Zukunft gestalten will. Für mich persönlich ist mir meine Gesundheit das Wichtigste. Denn ich möchte meine fortgeschrittene Lebenszeit noch lange, Tag für Tag, möglichst ohne große Einschränkungen genießen können.“

Patrice George ist dreifacher Vater und Gemeindepädagoge in Großenaspe. „Sich Frieden auf der Welt zu wünschen, ist sicherlich illusorisch“, meint er. „Doch ich wünsche mir, dass die Menschen sich ein Stück weit mehr achten und respektieren lernen. Das würde, so glaube ich, uns alle schon einen großen Schritt weiterbringen. Bei den persönlichen Wünschen steht natürlich die Gesundheit an erster Stelle. Aber ich wünsche mir auch, dass ich die Menschen in meiner Familie weiterhin so gut verstehe, damit ich ihnen ein guter Vater sein kann“, sagt er.

Nicole Christiansen (38) ist im Sicherheitsdienst in der Flüchtlingserstaufnahmestelle in Boostedt tätig. „Ich arbeite seit drei Monaten in der Erstaufnahmestelle in Boostedt. Ich erlebe hier Vertrauen und Respekt. Mein Wunsch ist, dass dies so bleibt, damit ich weiterhin etwas an Menschlichkeit zurückgeben kann“, erklärt sie. Und dann fügt sie nachdenklich hinzu: „Ich habe Bauchspeicheldrüsenkrebs. Deshalb ist mir persönlich das Gesundwerden natürlich am allerwichtigsten. Denn ich habe zwei Kinder, die ich über alles liebe und die mich brauchen. Ich möchte sie so lange wie möglich begleiten und aufwachsen sehen.“





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erstellt am 30.Dez.2015 | 18:42 Uhr

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