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Stahlbaufirma : Neugründung mit altem Traditionsnamen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Christianstraße 160 prangt wieder das Logo NWBM an der Fassade.

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 06:45 Uhr

Neumünster | Fast hat es den Anschein, als ob an der Christianstraße 160 das Traditionsunternehmen Nordwestdeutsche Bau- und Montage-GmbH seine Wiederauferstehung erlebt: Seit einiger Zeit ist das Firmenschild der insolventen Stahlbaufirma Celik mit dem NWBM-Logo überklebt.

Doch Zweifel sind angebracht. „Das Schild ist nicht vom Insolvenzverwalter veranlasst“, hieß es auf Courier-Nachfrage aus der Kanzlei des Hamburger Anwalts Dr. Hans-Peter Rechel. Die Firma NWBM sei von der Tochter Celiks gegründet worden, ein Mietvertrag schon vor der Bestellung des Insolvenzverwalters abgeschlossen worden. „Der Betrieb bei Celik ist faktisch schon vor der Insolvenzeröffnung am 1. Januar 2014 eingestellt worden“, so die Auskunft der Insolvenzverwalter.

Unternehmer Siddik Celik hatte Anfang 2012 die Firma Ferrus Stahlbau aus der Insolvenz heraus gekauft. Ferrus war der Nachfolger der 1948 gegründeten NWBM. Doch das Unternehmen ging schief: Im Dezember 2013 musste Celik selbst Insolvenz anmelden, 44 Beschäftigte verloren ihren Job. Allerdings hatte sich Celik die Namensrechte Ferrus und NWBM gesichert. Die neue NWBM wurde am 28. November 2013 ins Handelsregister eingetragen. Die Geschäftsführung liegt laut Handelsregister bei Bahar Polat. Telefonisch zu erreichen war bei der NWBM allerdings niemand. „Scheinbar will die Tochter von Herrn Celkik nun unter dem Namen NWBM weitermachen“, sagte Gunnar Reichwaldt von der Gewerkschaft IG Metall. Ehemalige Ferrus- und Celik-Mitarbeiter seien schon angesprochen worden.

 

 

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