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Neues Zuhause für das Museum der Lötzener und Ostpreußen

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Die Kreisgemeinschaft Lötzen/Ostpreußen präsentiert ihre Schätze in der Böcklersiedlung / Am 22. Juni wird gefeiert

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | "Der Standort ist ideal" sagt Ute Eichler erfreut. Am Sonnabend öffnete die Archivarin des Heimatmuseums der Kreisgemeinschaft Lötzen/Ostpreußen erstmals die Museums-Türen an der Sudetenlandstraße 18h. Direkt neben dem Gemeindehaus der alten Bugenhagenkapelle hat das Lötzener Heimatmuseum nun nach vielen Umzügen und etlichen Querelen, eine neue Heimat gefunden.

"Noch vor einem Jahr wussten wir nicht wohin, doch die Verantwortlichen im Rathaus haben sich als sehr verlässlich erwiesen", berichtet Ute Eichler. Nachdem bereits im Mai 2010 deutlich wurde, dass die Kreisgemeinschaft ihren Sitz an der Brachenfelder Straße Ende 2012 würde verlassen müssen, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras seine Hilfe bei der Suche nach neuen Räumen zu. Doch die gestaltete sich nicht einfach, und die Gemüter kochten hoch. Heute ist das Schnee von gestern. Die lichtdurchflutete über 100 Quadratmeter große Ausstellungsfläche entschädigt für die Aufregungen.

"Jetzt müssen wir nach vorne blicken", betont Ute Eichler. "Vor uns liegen große Aufgaben. Wir müssen den Beweis antreten, dass die Kreisgemeinschaft Lötzen/Ostpreußen ein wesentlicher Baustein im kulturellen Leben der Stadt ist." Mit dem neuen Standort des Heimatmuseums hat die Kreisgemeinschaft dafür beste Voraussetzungen. Nicht nur, dass viele Bewohner der Böcklersiedlung ihre Wurzeln in Ostpreußen haben, auch das Gebäude mit seinen großen, bodentiefen Fenstern macht selbst zufällig vorbeikommende Passanten neugierig.

Und das Innere verspricht, was ein Blick durch die Fenster andeutet: Unterschiedliche Exponate stellen das Leben in Masuren dar. Farbenprächtige Trachten stehen neben Vitrinen, in denen Bernsteinschmuck ausgestellt ist. Meterlange Regale voll seltener Nachschlagewerke laden zum Schmökern ein. Alte handgezeichnete Karten zeigen detaillierte Pläne alter Dörfer und handgewebte Jostenbänder erzählen von den alten Traditionen im Landkreis Lötzen. "Hier haben die Dinge einen sehr würdigen Rahmen bekommen", findet Maren Kanz, Einfelderin mit Wurzeln in Ostpreußen. Die Besucher waren begeistert von den neuen Räumen. Zur offiziellen Eröffnung am 22. Juni wollen sie wiederkommen. Zur großen Feier gibt es dann Bärenfang, einen besonderen Honiglikör aus Ostpreußen, und Lötzener Baumkuchen.

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