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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 10:10 Uhr

Holstenschule : Neues Wissen über das Judentum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Holstenschüler haben sich im Religionskurs mit dem Thema beschäftigt und eine Ausstellung organisiert.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 05:30 Uhr

Neumünster | „Wenn diese Ausstellung dazu beiträgt, ein kleines bisschen Hass abzubauen, wäre es schön“, sagte der Landesrabbiner Dr. Walter Rothschild in seiner Rede zur Eröffnung der Ausstellung „Back home!? Neues jüdisches Leben in Schleswig-Holstein“ in der Holstenschule. Erarbeitet wurde die Ausstellung von Elft-und Zwölftklässlern eines Religionskurses unter der Leitung des Lehrers Wolfgang Henke in Kooperation mit Pastorin Ursula Sieg, die im Kirchenkreis Altholstein für einen Austausch zwischen den Institutionen Schule und Kirche sorgt.

Sie war es auch, die den Kontakt hergestellt hat zu Victoria Fuchs, der Tochter von Stefanie Steinberg, die 1933 aus Deutschland vor den Nationalsozialisten nach Amerika fliehen musste. Die mittlerweile 93-jährige Stefanie Steinberg hat einen zentralen Teil zur Ausstellung beigetragen: Sie hat extra für dieses Projekt ihre Biographie mitsamt der abenteuerlichen Flucht in einer überschaubaren Länge aufgeschrieben. Die Holstenschüler haben sie ins Deutsche übertragen. Der Text ist auf Banner gedruckt und mit Fotos versehen, und außerdem sind auf einer Weltkarte die Stationen der Flucht markiert. Gerahmt wird dieser besondere Teil der Ausstellung von der Wanderausstellung über die jüdische Synagoge in Bad Segeberg, die die Holstenschüler aus der Bugenhagenkirche Neumünster in die Schule gebracht haben.

Stefanie Steinberg hat es entgegen ihrer Planung nicht gewagt, ihre Tochter und deren Mann, Rabbiner Dr. Stephen Fuchs, nach Deutschland zu begleiten. Aber das Ehepaar Fuchs lud zum Gespräch in ein als Wohnzimmer eingerichteten Ausstellungsraum, der typische Utensilien des jüdischen Glaubens zeigt.
Für Patricia (16) war besonders die Erkenntnis interessant, dass es im Judentum, Christentum und Islam „viele Ähnlichkeiten untereinander gibt“. Auch Lasse (15) gefiel das Projekt: „Ich fand es spannend, viel Neues über die jüdische Religion gelernt zu haben.“
Am Dienstag, 4. November, ist die Ausstellung von 18 Uhr bis 21 Uhr auch öffentlich zugänglich. Schulklassen können sich mit Wolfgang Henke unter wolfgang-henke@versanet.de über Besuchszeiten einigen.

 

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