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Wasbek : Neues Tierheim steht in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Verein „Gestrandete Pfötchen“ hat den Mietvertrag in der Tasche.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Es kribbelt Bianca Schenk und ihren 18 sehr aktiven Mitstreiterinnen merklich in den Fingern. Die Vorsitzende des im Sommer vergangenen Jahres gegründeten Vereins „Gestrandete Pfötchen“ würde lieber heute als morgen mit dem Betrieb des neuen Tierheims am Krusenhofer Weg 111 in Wasbek, kurz hinter der Stadtgrenze, loslegen (der Courier berichtete). Den Mietvertrag mit der Diakonie in Rendsburg für die ehemalige Gärtnerei des Ausbildungsverbunds Neumünster hat der Verein bereits in der Tasche. „Wir warten nun nur noch auf die Genehmigung der Nutzungsänderung. Dann geht es los“, sagt Bianca Schenk optimistisch.

Die Räume in den beiden 160 und 340 Quadratmeter großen Gebäuden sind ihrer Meinung nach ideal und schnell für die hygienischen und veterinärmedizinischen Anforderungen hergerichtet. Das vordere Gebäude soll als Kranken- und Quarantänestation sowie für die Verwaltung dienen. Sechs Zimmer sind vor allem für Katzen, aber auch für Kleintiere in dieser Abteilung vorgesehen. Hinzu kommen ein Untersuchungszimmer, Sanitäreinrichtungen und Umkleiden. Im zweiten Gebäude sind sechs Gruppenzimmer für Katzen vorgesehen. Auch hier gibt es Wasch- und Sanitär- sowie Hygieneräume. „Die Sauberkeit, Sicherheit, das Einhalten der Vorschriften und die Aus- und Fortbildung des Personals sind mir sehr wichtig“, sagt Bianca Schenk.

Fachkundige Leute hat Bianca Schenk schon gefunden. Die Leitung des Tierheims soll Diana Lesniak aus Neumünster übernehmen. Die 33-Jährige ist gelernte Tierpflegerin in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension.

Unterstützung bekommt der Verein nicht nur von einer Vielzahl an Helfern und Sponsoren, sondern auch aus der Gemeinde Wasbek. Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff: „Das ist ein gesellschaftlich außerordentlich anerkennenswertes Projekt, hinter dem die Gemeinde voll und ganz steht.“ Auch zu Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras hat der Verein schon Kontakt hergestellt.

Offenbar nicht so erfolgreich verlief ein Gespräch des Tierschutzvereins mit Tauras. „Dem Verein wurde mitgeteilt, dass zunächst der Widerspruch zurückgenommen werden muss. Dies scheint derzeit nicht der Fall zu sein“, so Beitz. Dann müssten alle Auflagen erfüllt werden. Sonst ergehe ein Widerspruchsbescheid.

Noch akzeptiert die Stadt, dass sich der Verein um sogenannte Freigänger, die nicht zu vermitteln sind, in der Tierauffangstelle kümmert und ihnen Futter gibt. „Der Verbleib dieser Tiere im Stadtwald wird von uns aus Billigkeitsgründen toleriert“, sagt Beitz. Es dürften aber keine Tiere aufgenommen werden. „Sofern dies nachgewiesen werden kann, werden wir umgehend Kontakt mit der Anwältin des Vereins aufnehmen.“

Im Notbehelf-Container für Fundtiere bei der Feuerwehr wurden seinen Angaben zufolge bisher acht Tiere „für wenige Minuten bis wenige Stunden“ aufgenommen.

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