Feuerwehr : Neues Team beim Treppenlauf

Das Treppenhaus des knapp 30 Meter hohen Schlauchturms an der Wache Wittorfer Straße bietet für Brandmeister Nils Semmelhaack (vorne) und Oberbrandmeister Stefan Kanschat optimale Trainingsbedingungen für den Feuerwehrlauf in Berlin.
Das Treppenhaus des knapp 30 Meter hohen Schlauchturms an der Wache Wittorfer Straße bietet für Brandmeister Nils Semmelhaack (vorne) und Oberbrandmeister Stefan Kanschat optimale Trainingsbedingungen für den Feuerwehrlauf in Berlin.

Weil sich sein bisheriger Partner verletzte, tritt Stefan Kanschat von der Berufsfeuerwehr beim Feuerwehrlauf in Berlin mit einem Kollegen an.

shz.de von
19. April 2014, 06:45 Uhr

Neumünster | Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr war Oberbrandmeister Stefan Kanschat (31) von der Berufsfeuerwehr mit seinem Partner André Wesemann (34) das beste Team aus Schleswig-Holstein beim Treppenlauf für Feuerwehrleute in Berlin. Die beiden belegten Platz 28 unter 358 Mannschaften aus ganz Europa. Sie schafften die 770 Stufen bis zur 39. Etage im Park Inn Hotel am Alexanderplatz in weniger als acht Minuten. Auch dieses Jahr wollten die beiden wieder antreten, doch André Wesemann verletzte sich am Knie. Mit Brandmeister Nils Semmelhaack (28) hat Kanschat nun aber Ersatz gefunden.

Am 10. Mai fährt das neue Duo in die Bundeshauptstadt. Pünktlich um 11 Uhr startet dort die vierte Auflage des von der Berliner Feuerwehr veranstalteten Wettkampfs. Gelaufen wird wie immer in kompletter Schutzausrüstung mit angeschlossenem Atemschutzgerät. „Das sind rund 20 Kilo Gewicht“, sagt Kanschat. Die Schwierigkeit: Langsamere Teams kann man schlecht auf den Stufen, sondern nur auf halber Treppe beim Richtungswechsel überholen. „Dort muss man aus Fairness-Gründen Platz machen, um nicht disqualifiziert zu werden“, erklärt der Oberbrandmeister. Zudem dürfen die Teams nicht zu weit auseinander laufen, müssen mit maximal einer Armlänge Abstand am Ziel auf der Dachterrasse des Hotels ankommen.

„Das ist für mich völliges Neuland“, sagt Nils Semmelhaack. Trotzdem ist er optimistisch, einen guten Platz zu belegen. Zwei- bis dreimal die Woche trainiert der Norderstedter deshalb mit seinem Kollegen aus Hohn, vor allem im Schlauchturm der Wache an der Wittorfer Straße, aber auch unter der Grünentaler Hochbrücke am Nord-Ostsee-Kanal und in einem Hochhaus in Norderstedt. Das obligatorische Fitness-Programm für Feuerwehrleute absolvieren beide nebenbei. „Natürlich ist das Ziel, besser zu sein als im vergangenen Jahr. Aber mit einem neuen Partner ist das nicht so leicht. Wichtig ist, dass wir ins Ziel kommen“, sagt Kanschat.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert