Neumünster : Neues Team bei „Schüler helfen leben“

Das sind die Neuen an der Kaiserstraße: Jael Keck (hinten links) und Irmel Bünemann (hinten rechts), Din Ferizovic (Mitte von links), Frederike Hörcher, Flutura Barakaj, Alina Raabe sowie Anton Stapmanns und Marko Sekaric freuen sich auf ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Neumünster.
Das sind die Neuen an der Kaiserstraße: Jael Keck (hinten links) und Irmel Bünemann (hinten rechts), Din Ferizovic (Mitte von links), Frederike Hörcher, Flutura Barakaj, Alina Raabe sowie Anton Stapmanns und Marko Sekaric freuen sich auf ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Neumünster.

Freiwillige unterstützen in den kommenden 13 Monaten die Jugendhilfsorganisation in Neumünster.

shz.de von
14. August 2018, 10:00 Uhr

Neumünster | Das Wichtigste haben sie schon gesehen: das Rathaus, die Lütjenstraße, den Skulpturenpark, die Brauerei und eine Brücke. „Das war die Kieler Brücke“, sagt Marko Sekaric. Jael Keck ist sich da nicht so sicher. Neumünster ist für das gesamte neue Team von „Schüler helfen leben“ (SHL) diesmal Neuland, einen Lokalmatador gibt es nicht.

Die jungen Erwachsenen zwischen 18 und 22 Jahren absolvieren bei der Jugendhilfsorganisation seit wenigen Tagen ihr Freiwilliges Soziales Jahr und sind gerade in der Eingewöhnungsphase, nicht nur in der neuen Umgebung, sondern auch im Bundesbüro an der Kaiserstraße. Dort werden sie von der „alten“ Crew eingearbeitet.

Alina Raabe aus dem südhessischen Bickenbach hatte die weiteste Anreise, zumindest wenn man Deutschland betrachtet. „Für mich ist es spannend, mit Jugendlichen zu arbeiten. Und ich finde es gut, schnell Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen umsetzen zu können“, beschreibt die künftige Regionalkoordinatorin ihre Motivation für eine Bewerbung bei SHL. Flutura Barakaj aus Albanien, Marko Sekaric und Din Ferizovic aus Bosnien stimmen ihr da zu. Die drei kümmern sich künftig um Jugendpartizipation bzw. Regionalkoordination und Kampagnen und können direkt von ihren Erfahrungen aus den ehemaligen Kriegs- und Armutsgebieten in Südosteuropa berichten. Dort unterstützt „Schüler helfen leben“ nach wie vor mit Projekten vor allem Kinder und Jugendliche. Arbeitsziel für die Neuen ist daher auch die Vorbereitung des Sozialen Tages 2019. Noch mehr Schulen und Schüler sollen daran teilnehmen und Geld sammeln.

Zusammenrücken heißt es bis Ende der Woche noch in den drei Wohnungen der SHL-WG an der Färberstraße – denn bis dahin sind die „Alten“ noch da. „Das ist aber kein Problem, wir bekommen das hin“, sagen Anton Stapmanns aus Buchholz, Frederike Hörcher aus Kiel und Irmel Bünemann aus Neuss. Gerade für die drei Freiwilligen aus Südosteuropa gibt es auch im Alltag unbekannte Herausforderungen. „Ob es sich um Joghurt oder Schmand handelt, kann man an der Verpackung nicht erkennen“, stellt Din Ferizovic schmunzelnd fest, als er im Supermarkt die Zutaten für Nudelsoße kaufen will.

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