zur Navigation springen

Plöner Strasse : Neues Quartier für alle Generationen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Graf-Recke-Stiftung hat das Grundstück an der Hanssenstraße gekauft und will dort über zehn Millionen Euro investieren.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2017 | 08:45 Uhr

Neumünster | Es sind ambitionierte Pläne, die Stadtteil Brachenfeld-Ruthenberg deutlich aufwerten sollen: Die Graf-Recke-Stiftung will auf dem brachliegenden  Gelände Ecke Plöner Straße / Hanssenstraße ein neues Quartier für altengerechtes Wohnen errichten. Insgesamt sollen unter dem Motto „Wir-Quartier“  in den kommenden Jahren deutlich mehr als zehn Millionen Euro in den Bau von insgesamt 110 Wohneinheiten inklusive Service- und Betreuungseinrichtungen sowie Hauswohngemeinschaften für demenzkranke Menschen und generationenübergreifendes Zusammenleben fließen.

„Die Idee kam schon vor einigen Jahren im Rahmen der sogenannten Altenplanung für den Stadtteil auf, wonach bis zum Jahr 2030 allein in Brachenfeld-Ruthenberg mehr als 560  und in ganz Neumünster mehr als 2000 Menschen älter als 65 Jahre sein werden“, erläutert Jürgen Büstrin, Geschäftsführer des in unmittelbarer Nähe liegenden Hauses Berlin. Das Senioren- und Pflegeheim gehört ebenfalls zur Graf-Recke-Stiftung, einer der ältesten diakonischen Einrichtungen Deutschlands mit Hauptsitz in Düsseldorf. Büstrin wird  den Aufbau des Quartiers  verantwortlich begleiten.   Pläne hatte er bereits im Stadtteilbeirat vorgestellt (der Courier berichtete).

Nun sind die ersten Schritte  gemacht. Die Stiftung hat das gut 9000 Quadratmeter große Gelände gekauft. Die Bauleitplanung ist gestartet. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein; 2019  könnte zumindest ein Teil fertig sein.  Büstrin beschreibt es so: „Sowohl die Stadt als auch das Kieler Sozialministerium unterstützen das Projekt. Ziel ist es, eine optimale pflegerische und medizinische Versorgung der Stadtteilbewohner und letztlich aller Neumünsteraner bei gleichzeitiger Förderung des aktiven Generationenaustausches durch ein vielfältiges Veranstaltungs- und Aktivitätsprogramm zu ermöglichen.“

Geplant ist ein aufgelockertes und mindestens zur Hälfte mit gefördertem Wohnraum  bestücktes Wohnquartier mit einer Tagespflege und einem ambulanten Pflegedienst, betreutem Wohnen mit und ohne Service, Wohngemeinschaften für Senioren, aber auch  generationenübergreifende Gruppen  und eine Einrichtung der Kindertagespflege. Zudem sollen  eine Demenzwohngruppe und ein Marktcafé entstehen mit einem offenen Mittagstisch und einem Begegnungszentrum. „Wir wollen dort auch viele kulturelle Veranstaltungen anbieten. Denn wer geistig beweglich ist, der ist auch insgesamt mobiler“, sagt Büstrin.

Der Bebauungsplan sieht nach Angaben der  Stadtplanung  an dem Standort  Wohnfläche vor. Nach gültigem Recht dürfte dort  auch ein Laden für die Nahversorgung entstehen, der nicht größer als 800 Quadratmeter ist.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen