Bornhöved : Neues Leben für den Ortskern

Im Ortskern ist Platz. „Jetzt sind Ideen gesucht “, meint Bornhöveds Bürgermeister Dietrich Schwarz.
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Im Ortskern ist Platz. „Jetzt sind Ideen gesucht “, meint Bornhöveds Bürgermeister Dietrich Schwarz.

8300 Quadratmeter Bauland mitten in Bornhöved sollen genutzt werden. Eine Beteiligung der Einwohner ist geplant.

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18. November 2015, 09:00 Uhr

Bornhöved | Bornhöveds Bürgermeister Dietrich Schwarz hat einen Traum. Er möchte den in malerischer Umgebung liegenden Ort in eine Gemeinde voller Leben verwandeln. „Dafür müssen Räume und Möglichkeiten geschaffen werden“, sagte Schwarz bei einem Rundgang durch Teile Bornhöveds.

Aldi ist aus dem Ortszentrum herausgezogen. An den örtlichen Schlecker-Markt erinnern die Schilder über dem Geschäft neben der Volksbank. „Auch die Bank will bis 2017 umziehen“, sagte Schwarz. Ein Neubau sei geplant. Für die ehemalige Aldi-Fläche sollen im Frühjahr Ideen und Investoren gesucht werden. „In den Räumen neben der Volksbank könnten auch junge Firmen ein erstes und kostengünstiges Zuhause finden“, meinte Schwarz. Um Möglichkeiten für neue Ideen und die Zukunft der Gemeinde zu schaffen, hatten Bornhöveds Ortspolitiker jetzt grünes Licht für den Kauf von insgesamt 12 Grundstücken mit 12,3 Hektar Land gegeben. Acht der Grundstücke liegen im Außenbereich, vier Grundstücke, die als Bauland nutzbar sind, liegen mit insgesamt 8300 Quadratmetern im Ortskern. Dazu gehört auch ein maroder alter Resthof am Bornhöveder Teich, der abgerissen werden soll.

Hier könnte neuer Wohnraum entstehen. Rund eine Million Euro muss die Gemeinde für die Grundstückskäufe bewegen und finanzieren. „Wenn wir nicht jetzt in die Zukunft investieren, wann dann?“, meinte Dietrich Schwarz. Günstiger dürften die
Kredite kaum werden, und die Gelegenheit mitten in einem Ortskern freies Bauland zu schaffen, sei eine seltene Chance für eine Gemeinde, die genutzt werden sollte.

„Zunächst ist nach dem Grundstückserwerb zum Jahresbeginn eine Einwohnerbeteiligung geplant“, kündigte Schwarz an. Auch mit der Kirche soll es noch Gespräche über einen möglichen Grundstückstausch geben. Zurzeit kann die 3400 Einwohner zählende
Gemeinde noch um etwa 10 Prozent wachsen. Das wären gut 100 Wohneinheiten.  

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