Neumünster : Neues Kunstwerk: Rotierender Spiegel

Ein Spiegelbild-„Selfie“ mit Mischa Kuball (von links) Brigitte Gerisch und Prof. Dr. Ulrich Krempel.
Ein Spiegelbild-„Selfie“ mit Mischa Kuball (von links) Brigitte Gerisch und Prof. Dr. Ulrich Krempel.

Es gibt eine Außenskulptur im Gerisch-Park von Künstler Mischa Kuball.

shz.de von
13. Juni 2018, 11:32 Uhr

Neumünster | „Rotating Mirror Rotating“ heißt ein neues Kunstwerk, das ab sofort den Park der Gerisch-Stiftung ziert. Kreiert wurde die kinetische Spiegelskulptur von dem Kölner Künstler Mischa Kuball.

Er ist Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln und realisiert international raumbezogene Projekte. 2016 erhielt Kuball den Deutschen Lichtkunstpreis. Zur Gerisch-Stiftung hat Mischa Kuball eine langjährige Verbindung, schon 2003 war er einer der Berater für den Masterplan des Schwaleparks der Stiftung. Die Installation der neuen Außenskulptur steht im Innenhof des Skulpturenparks vor der Galerie der Herbert Gerisch-Stiftung. Ermöglicht wurde das von einem anonymen Stifter.

Diese drehende Spiegelskulptur, die ein Stück weit über die Mauer des Gerisch Geländes ragt, besteht aus vier verschiedenen Schenkeln mit acht Spiegelflächen. „Diese Skulptur ist für diesen Ort entwickelt worden. Sie zeigt in erster Line das, was da ist, und zwar verstärkend, immer Spiegelung und Gegenspiegelung“, erläutert Mischa Kuball, der sich zur Vorbereitung seiner künstlerischen Arbeiten intensiv mit Platons Ideen, wie Platons Höhlengleichnis, auseinandergesetzt hat.

„Die kinetische Spiegelskulptur markiert die langjährige konzeptuelle Verbundenheit zu den Stiftern Herbert und Brigitte Gerisch mit den aktuellen künstlerischen Fragen von Licht, Natur, Architektur und dem Menschenbild, das wir haben“, erklärt Kunsthistoriker Prof. Dr. Ulrich Krempel. Kuball inszeniere die Immaterialität des Spiegelbildes im Kontext der Sammlung der Gerisch-Stiftung und stelle sich in den Dialog mit den Skulpturen der Sammlung, setze sich aber auch in Bezug zum Tageslicht und zu den Pflanzen, so der Professor.

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