zur Navigation springen

Ratsversammlung : Neues Jugendzentrum an der Werderstraße

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rat ebnet Weg für Planungen auf ehemaligem Kasernengelände. Die Entscheidung steht unter Vorbehalt. Erst sollen die Kosten genauer ermittelt werden

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 18:45 Uhr

Das von der Stadt geplante neue Jugendzentrum soll auf dem Gelände der ehemaligen Sick-Kaserne an der Werderstraße gebaut werden. Darauf verständigten sich die Ratsfraktionen am Dienstagabend. Allerdings steht die Entscheidung noch unter Vorbehalt. Auf Wunsch der SPD formulierte der Rat sein Votum zunächst als pure Absichtserklärung.

Vor einer endgültigen Entscheidung zugunsten von Projekt und Standort will der Rat ein schlüssiges Finanzierungskonzept für das Millionenprojekt abwarten. Grund für die Zurückhaltung: Nach den derzeitigen Richtlinien könnte das Jugendzentrum zwar zu 80 Prozent aus Töpfen der Städtebauförderung bezuschusst werden, allerdings werden die Richtlinien derzeit überarbeitet. 2014 soll es neue Regeln geben. Was dann noch von Land und Bund gefördert wird, ist derzeit völlig offen. Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten von 1,5 bis zwei Millionen Euro. Auch ob das Gebäude – von der Wobau erbaut – später gemietet oder gekauft werden soll, lässt der Rat zunächst offen. Darüber hinaus soll vor einer endgültigen Entscheidung auch die Meinung der betroffenen Stadtteilbeiräte – Stadtmitte und Faldera – eingeholt werden.

Der Bedarf für das neue Jugendzentrum ist bei allen Ratsparteien anerkannt. Der Jugendtreff Projekthaus an der Wasbeker Straße, der weit über den unmittelbaren Einzugsbereich hinaus Jugendliche anlockt (wir berichteten), wird geschlossen. Das neue Zentrum soll den Jugendlichen Ersatz bieten. Bereits vor zwei Jahren hat die Stadt in einem Prioritätenkatalog festgelegt, die offene Jugendarbeit auf die sozial am stärksten belasteten Stadtteile zu konzentrieren. Als besonders förderwürdig gelten der Bereich der Innenstadt und die westlich anschließenden Wohnstraßen, etwa rund um den Hansaring. Das neue Jugendzentrum sollte daher auch weiterhin von Jugendlichen aus dieser Gegend erreichbar sein. Neben dem Brachgelände in der ehemaligen Kaserne im Besitz der Wobau hatte die Stadt auch die Wichernschule am Meisenweg, einen Wohnblock am Steinkamp und die ehemalige Standortverwaltung an der Memellandstraße als Alternativen geprüft, sich letztlich aber für die ehemalige Sick-Kaserne als günstigsten Standort entschieden.

Grünen-Ratsherr Hans Heinrich Voigt, gleichzeitig Mitglied im Stadtteilbeirat Faldera, nutzte die Debatte um das neue Projekthaus, um den Rat zu ermahnen, den westlichen Teil Falderas bei der Jugendbetreuung nicht zu vergessen. Das einstige Jugendheim an der Ukerschule war seinerzeit mit dem Hinweis auf das gut besuchte Jugendzentrum an der Wasbeker Straße geschlossen worden.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen