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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 16:57 Uhr

Tuch + Technik : Neues Depot für das Museum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Papiere, Textilien und Bibliothek sind jetzt sicher in Wasbek untergebracht

von
erstellt am 28.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Wasbek | „Magazine und Depots sind wichtig. Alle Museen haben 90 Prozent ihres Bestandes nicht in der Ausstellung, sondern im Depot“, sagt Astrid Frevert. Um so froher ist die Direktorin, dass das Museum Tuch + Technik seinen wertvollen Bestand an empfindlichen Papieren und Textilien jetzt sicher in Wasbek untergebracht weiß.

Die meisten Neumünsteraner kennen nur die Werkhalle mit den Maschinen an der Klosterstraße. Es gibt jedoch ein zweites Depot, das früher in der Holsten-Brauerei und danach im Gewerbepark GSP Nord an der Tungendorfer Straße unterbracht war. Damit war Astrid Frevert auch zufrieden, doch nach einem Raumwechsel bereitete die hohe Luftfeuchtigkeit Probleme. Jetzt ist dieses Depot mit Hilfe des Fördervereins und von drei Neumünsteraner Firmen bei Anke Doose in Wasbek untergekommen. Im ehemaligen Handarbeitsgeschäft an der Lindenstraße wurden zwei insgesamt etwa 180 Quadratmeter große Räume abgeteilt. Die Trockenbauarbeiten führte die Firma Rüchel Akustikbau kostenfrei aus, die Firma Wigger stiftete das Baumaterial, die Firma Ackrutat die Regale.

Die rund 4000 Bände umfassende Bibliothek mit Fachliteratur, Musterbüchern, Firmenarchiven sowie die Textilbestände des alten Textilmuseums sind jetzt in einem Depot gesichert, das konservatorischen Ansprüchen genügt. Die Luftfeuchtigkeit wird ständig durch Messgeräte überwacht. Der Raum ist so gestaltet, dass der Bestand nicht durch Licht, Hitze oder Kälte angegriffen werden kann.

Beim Umzug packten viele Helfer mit an. Astrid Frevert hob besonders den früheren Museumsleiter Klaus Tidow hervor, der die Exponate einsortierte. Das bisherige Karteikartensystem soll demnächst digitalisiert werden. Das Magazin wird von der Museumsmitarbeiterin Anja Gottschalk betreut. „Das kulturelle Gedächtnis der Stadt ist nur durch solche Sammlungen zu bewahren“, sagt Astrid Frevert.

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