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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 15:53 Uhr

Busverkehr : Neuer Vorstoß für die Ringlinie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seniorenbeirat diskutierte mit rund 30 Interessierten über Verbesserungsvorschläge für den neuen Nahverkehrsplan der Stadt

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Die Idee ist nicht ganz neu, aber immer noch verlockend: Könnte eine Ringverbindung zwischen den Buslinien in die Stadt den Busverkehr insgesamt attraktiver machen?

Busfahrer könnten dann etwa vom Stadtsüden in den Stadtnorden gelangen, ohne erst am Bahnhof umsteigen zu müssen, erklärt Ratsherr Peter Cleve den Vorzug. Tom Keidel, der bei den Stadtwerken den Linienverkehr organisiert, zeigte sich grundsätzlich nicht abgeneigt: „Weniger Verkehr durch die Innenstadt wäre wünschenswert.“

Die vor allem aus den Stadtteilen immer wieder geforderte Ringlinie war gestern Nachmittag ein Thema beim ersten Workshop zum neuen Nahverkehrsplan, den die Stadt in diesem Jahr auf den Weg bringen will. Auf Einladung des Seniorenbüros diskutierten im Kiek In rund 30 überwiegend ältere Neumünsteraner über neue Ideen und alte Forderungen zur Verbesserung des innerstädtischen Linienbusverkehrs.

An Vorschlägen und Kritik mangelte es nicht: Bewohner des Wohnparks Gartenstadt an der Domagkstraße bemängelten, dass sie nur über den Umweg durch die Innenstadt in das eigentlich nahe gelegene Einkaufszentrum A & B-Center gelangen könnten. Ein Anwohner aus der Steenkoppel in Wittorf monierte den fast ein Kilometer langen Fußweg bis zur nächsten Bushaltestelle an der Padenstedter Landstraße. Das sei vor allem für ältere Leute, die auf den Rollator angewiesen seien, eine Zumutung. Stadtplaner Detlev Schulz, der zuvor Eckdaten des geltenden Nahverkehrsplans vorgestellt hatte, stimmte dem zu. Eigentlich solle die nächste Bushaltestelle nicht mehr als 300 Meter entfernt liegen. Das werde in aller Regel auch eingehalten, sagte Schulz.

Eine junge Frau aus Padenstedt beklagte die schlechte Anbindung der Nachbargemeinde an die Stadt. Schüler müssten aus diesem Grunde lange Fußwege in Kauf nehmen. Ratsherr Hans Heinrich Voigt (Grüne) griff das Thema auf und forderte eine engere Kooperation zwischen der Stadt und den angrenzenden Landkreisen. Davon würden sowohl Neumünster als auch seine Nachbargemeinden profitieren.

Der Seniorenbeirat will die in zwei Arbeitsgruppen diskutierten Vorschläge jetzt sammeln und demnächst öffentlich vorstellen.

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