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Wasbek : Neuer Supermarkt in Bullenbek ist vom Tisch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehrheit der Gemeindevertreter stimmt dagegen. SPD prescht mit Informationen vor.

Wasbek | Seit Monaten kursieren im Wasbeker Ortsteil Bullenbek Gerüchte um die Ansiedlung eines großen Einkaufsmarktes im Gebiet Weststraße (B 430), Gartenweg und Laubenweg. Vorgestern beschäftigte sich die Gemeindevertretung mit dem Thema, was viele Bullenbeker auf den Plan rief.

Genauere Informationen zu dem Projekt hatte es bisher nicht gegeben, obwohl eine entsprechende Bauvoranfrage der Gemeinde seit Monaten vorliegt und der Investor seine Pläne nicht öffentlich im Hauptausschuss bereits vorgestellt hatte. Bestätigt wurde dies vom Hauptausschussvorsitzenden Michael Hollerbuhl (CDU), der auf der Sitzung der Gemeindevertretung erklärte, dass eine öffentliche Vorstellung des Projektes für das neue Jahr geplant gewesen sei. Der gemeinsame Antrag der SPD und der Fraktion Fürs Dorf (FD) zur grundsätzlichen Ablehnung einer Marktansiedlung hatte jedoch dafür gesorgt, dass die Planskizze zur aktuellen Sitzung an alle Gemeindevertreter verschickt wurde. Der Gemeindevertreter Bernd Nützel (SPD) hatte die Skizze außerdem in den Bullenbeker Haushalten verteilt, worauf sich zahlreiche Anwohner in Kühls Gasthof einfanden, um ihre Ablehnung für den Einkaufsmarkt in ihrem Ortsteil von vornherein kundzutun.

„Wir sind zum gleichen Ergebnis wie schon 1997 gekommen, nämlich dass wir keinen Markt wollen. Deshalb beantragen wir, dass die Gemeinde die Bauleitplanung für ein Einzelhandelsprojekt an dieser Stelle grundsätzlich ablehnt“, erklärte Michael Rohwer (SPD) zum Antrag. „Wir müssen doch keine Energie in etwas stecken, von dem wir wissen, dass es die Wasbeker nicht wollen“, ergänzte Thomas Omnitz (FD).

Dem entgegen warben Michael Hollerbuhl und Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU) dafür, dass man dem Investor zumindest die Gelegenheit geben solle, sich zu präsentieren. Doch damit durchsetzen konnten sie sich nicht. Angenommen wurde der Antrag in der Abstimmung unter den 14 Gemeindevertretern letztlich mit sechs Ja-Stimmen, sieben Enthaltungen und der Gegenstimme von Rohloff.

Ein weiterer Haupttagesordnungspunkt der Sitzung war die Information über die neuen Regionalpläne für Windenergieeignungsflächen. Erläutert wurde die weitere Vorgehensweise der Gemeinde sowie das Prozedere, der am 27. Dezember beginnenden Bürgerbeteiligung. (www.bolapla-sh.de).

Aus dem neuen Haushalt wurden die Turnhalle (1 Million Euro), der Neubau der Aalbek-Brücke (350 000 Euro), Straßensanierungen (140 000 Euro) sowie die Erweiterung des Bauhofs für 60 000 Euro als große Posten benannt. Für die Finanzierung sollen 485 000 Euro der allgemeinen Rücklage entnommen werden. Die Tilgung der Teilfinanzierung in Höhe von rund zwei Millionen Euro für die Turnhalle wird in den kommenden 30 Jahren mit jeweils 67 000 Euro im Haushalt zu Buche schlagen.  

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