„Ba-Da-Boom“ : Neuer Sponsor springt kurzfristig ab

Arne Gloe (von links), Johanna Göb (Kulturbüro), Stefan Back, OB Dr. Olaf Tauras, Marco Ramforth und Jens Sauerbrey zeigen die Spendendosen, die bald in vielen Geschäften stehen werden.
Arne Gloe (von links), Johanna Göb (Kulturbüro), Stefan Back, OB Dr. Olaf Tauras, Marco Ramforth und Jens Sauerbrey zeigen die Spendendosen, die bald in vielen Geschäften stehen werden.

Eigentlich sollte der neue Geldgeber morgen vorgestellt werden – doch es kam anders.

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05. Mai 2015, 07:15 Uhr

Neumünster | Die Einladung zum offiziellen Pressegespräch war bereits verschickt: Morgen wollte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras den neuen Sponsor für das Straßenmusikfest „Ba-Da-Boom“ der Öffentlichkeit präsentieren. Gestern kam dann die Rolle rückwärts: Der potenzielle Geldgeber ist abgesprungen.

„Die Problematik ist einer gewissen Eile geschuldet. Solche Dinge mit heißer Nadel zu stricken, das hat einfach keinen Sinn“, sagt Mitorganisator Jens Sauerbrey. Der Kontakt zu dem Sponsor war über einen professionellen Vermittler zustande gekommen. „Wir haben uns daraufhin zusammengesetzt und uns zunächst über die groben Einzelheiten unterhalten“, sagt Jens Sauerbrey, der später über den Vermittler erfuhr, dass die Zusammenarbeit nicht zustande kommt. „Über die genauen Hintergründe möchten wir öffentlich nicht spekulieren“, sagt er.

Sorgen um die Zukunft des Festes macht sich Sauerbrey dennoch nicht. Der Zuspruch nach der Berichterstattung sei sehr positiv gewesen, erklärt er: „Wir waren bereits zweimal mit unserem Infostand in der Stadt unterwegs. Die Spendendosen füllen sich immer mehr und viele bieten uns an, weitere Dosen bei sich aufzustellen, darunter auch die Rock-Pop-Schule oder der Neumünsteraner Musiker Reiner Bublitz.“

Die Suche nach neuen Geldgebern geht unterdessen weiter. Dabei müsse es sich nicht zwingend um einen Groß-Sponsor handeln, betont Sauerbrey: „Wenn jemand bereit wäre, rund 2000 Euro zu investieren, wäre das für uns natürlich sehr komfortabel. Schön wäre es aber auch, wenn wir viele kleinere Einzel-Sponsoren finden würden, damit möglichst viele Menschen in das Projekt integriert werden.“

Der wachsende Bekanntheitsgrad des Straßenmusikfestes, das für den 5. September geplant ist, hatte kürzlich die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) auf den Plan gerufen. Die Organisatoren sehen sich pro Jahr mit Zusatzkosten zwischen 1200 und 1500 Euro konfrontiert und hatten daher um finanzielle Unterstützung gebeten (der Courier berichtete).

Infos zu den Spendenaktionen gibt es unter www.ba-da-boom.de.

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