Benefizaktion in Neumünster : Neuer Rekord beim Adventslicht

Meister Bernd Lenzer (Fahrrad-Börse, links) und Ehrenfried Boege (Vorsitzender Aktionsgemeinschaft, Mitte) überreichten die Fahrräder an (von links) Doris Olthoff aus dem Vicelinviertel mit Tochter Franziska, Nicole Jeanette Loosenfeld (12) und Schwester Stefanie Losenfeld (29) aus Tungendorf.
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Meister Bernd Lenzer (Fahrrad-Börse, links) und Ehrenfried Boege (Vorsitzender Aktionsgemeinschaft, Mitte) überreichten die Fahrräder an (von links) Doris Olthoff aus dem Vicelinviertel mit Tochter Franziska, Nicole Jeanette Loosenfeld (12) und Schwester Stefanie Losenfeld (29) aus Tungendorf.

Aktionsgemeinschaft zieht Bilanz der Spendenaktion: 79 Familien mit 168 Kindern wurden bedacht

shz.de von
04. Januar 2018, 09:05 Uhr

Neumünster | Eine beachtliche Bilanz zog jetzt die Aktion Adventslicht: 79 Familien mit 168 Kindern wurden im November und Dezember dank der vielen Spenden vorweihnachtlich beschert – mit warmer Winterkleidung und Schuhen, aber auch therapeutischen Spielen zur Förderung der Konzentration und Motorik, Möbeln, Büchern oder Dingen, die dringend benötigt wurden. Das toppt den Erfolg des vergangenen Jahres. „In Zusammenarbeit mit dem Holsteinischen Courier wurden Spenden in Höhe von über 12 000 Euro eingenommen“, freute sich Uta Winkelmann, Sprecherin der Aktion.

2017 bestand die Aktion seit 25 Jahren; 68 Familien mit 145 Kindern wurde geholfen – das war ebenfalls ein Rekord. Das Geld kommt direkt bei den Menschen an, ohne Verwaltungsaufwand – das ist der Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter wichtig. Geholfen wird Familien, die unverschuldet in Not geraten – sei es durch Unfall, Krankheit, Todesfälle oder Trennung. „Es gibt viele Menschen, die ein Leben unterhalb der Armutsgrenze führen, viele Alleinerziehende können ihre Kinder nur unter größten Schwierigkeiten durchbringen“, stellt Vorsitzender Ehrenfried Boege fest. „Diese Kinder sind im Vergleich zu Gleichaltrigen deutlich benachteiligt. Alleinerziehende Mütter sind häufig verschuldet, diese Familien benötigen mehr Unterstützung. Sie sind in der Politik kein echtes Thema, sie haben keine Lobby“, sagt er. Besonders ihnen drohe Altersarmut, da sie nicht oder kaum Beiträge für die Rentenversicherung zahlten. Hier seien eine Schuldnerberatung und ein Netzwerk zur grundlegenden Hilfe nötig. Im Fokus der Aktion 2017 stand das behinderte Kind – wie auch in den Jahren davor. „Gerade diese Familien haben besondere finanzielle und seelische Belastungen“, betont Boege. Wie hilfreich die Aktion ist, sah man am Schicksal von Bryan Schamborzki (der Courier berichtete), der dieses Jahr in den Lebenshilfe-Werkstätten anfängt; sein Bruder Steven, der ihn betreute, kann nun eigene Pläne schmieden.

Traditionell spendete auch die Fahrrad-Börse am Haart Drahtesel für Kinder aus sozial schwachen Familien. „Ich kann endlich eine Spritztour mit meinem Bruder machen“, freute sich Nicole Jeanette Losenfeld (12).

Die Aktionsgemeinschaft hilft das ganze Jahr über, nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Wer helfen möchte: Das Spendenkonto bei der Sparkasse Südholstein lautet IBAN DE 23 2305 1030 0000 2828 20.

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