zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

25. November 2017 | 01:23 Uhr

Krogaspe : Neuer Glanz fürs „Modderloch“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Einwohner machten ihre Badestelle wieder flott.

von
erstellt am 29.Apr.2014 | 05:45 Uhr

Krogaspe | Mehr als 30 freiwillige Helfer machten das Krogasper Naturbad am Mairedder für die Badesaison startklar. Während Erwachsene mit Hochdruckreinigern die Beckenwände säuberten oder schwere Gehwegplatten wieder in die richtige Lage brachten, befreiten Kinder mit ihren Eltern den Schilfbereich von Unrat und gaben dem Holz der Umkleidekabine neue Farbe. Nach rund dreistündiger Arbeit war das „Modderloch“, wie die Badestelle von den 430 Krogaspern liebevoll genannt wird, wieder schier.

„Das Bad erfreut sich in seiner Einzigkeit nach wie vor einer großen Beliebtheit im Dorf“, erzählte Gerhard Möbius. Entstanden ist es in Eigenleistung während der Flurbereinigung im Jahr 1958. Zuvor traf sich die Dorfjugend zum Badevergnügen an Mergelgruben, marschierte oder radelte zum Einfelder See. „Das haben wir seit 56 Jahren nicht mehr nötig“, sagte schmunzelnd Altbürgermeister Hermann Reimers. Weil der Grundwasserspiegel vor Ort so hoch war, mussten die Seitenwände mit Holz befestigt werden. Lediglich in heißen Sommermonaten sorgen die Grundwasserpumpen für einen gleichbleibenden Wasserstand. 1976 wurden drei Beckenseiten mit Betonelementen stabilisiert. Vor rund 14 Jahren umfassend renoviert, lernten Generationen von Schulkindern im Naturbad das Schwimmen, bestanden Sport- und Schwimmabzeichen. Unvergssen sind die Jungen, die aus ungereinigten Ölfässern mal ein Floß bauten und dadurch das Baden unmöglich machten.

Und bis heute musste die unbewachten Badestelle nur ein einziges Mal, und zwar vor 24 Jahren, den Betrieb wegen coliformer Bakterien geschlossen werden. „Ansonsten hatten die Kontrolleure der Kreiswasserbehörde in Rendsburg nie was zu meckern“, berichtete Altbürgermeister Hermann Reimers.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen