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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 10:23 Uhr

Anscharkirche : Neuer Glanz für alte Fenster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach fünf Jahren müssen die Fenster restauriert werden, sonst fallen sie den Kirchgängern irgendwann auf den Kopf.

von
erstellt am 30.Jun.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Sie sind schön, sie leuchten immer noch – aber irgendwann fallen sie den Kirchenbesuchern buchstäblich auf den Kopf. Die acht Fenster im Obergeschoss der Anscharkirche müssen dringend restauriert werden. Der Förderverein der Kirche möchte an einen alten Brauch anknüpfen und sucht Spender dafür.

Weil die bleiverglasten Fenster ungewöhnlich groß sind (2,50 mal 0,7 Meter), haben sie sich im Laufe der Jahrzehnte gefährlich gewölbt. „Die können bald aus dem Rahmen fallen“, sagte gestern Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann.

Die Restaurierung ist feinstes Handwerk. Dafür hat der Förderverein den Neumünsteraner Glasmaler Antonius Alex gewonnen. Er nimmt die Fenster komplett auseinander, reinigt die Scheiben, setzt alles wieder mit neuem Blei zusammen, lötet und kittet. „Pro Fensterflügel sind das ein bis zwei Wochen Arbeit“, sagte Alex. Insgesamt wird die Sanierung knapp 30 000 Euro kosten.

Als nach 1945 die Kriegsschäden der Anscharkirche beseitigt wurden, spendeten einige der beteiligten Handwerker die Fenster. Es waren unter anderem Adolf Audehm, William Thomsen, Emil Petersen, Rudolf Stieper, Richard Harder, die Glasermeister Berkentien und Harder, Otto Specht und Fritz Tietgen. Sie alle (und Architekt Fritz Hain) erhielten 1951 eine bescheidene Nennung in den Fenstern, die bis heute erhalten sind. „Das wollen wir jetzt auch wieder machen“, sagte Uta Winkelmann vom Förderverein. Sie gibt weitere Informationen unter Tel. 2 32 33.

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