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Workshop : Neuer Busplan: Senioren schreiben Wünsche auf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seniorenbeirat sammelt Ideen für einen besseren Busverkehr / Jedermann ist willkommen

von
erstellt am 13.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Der Busverkehr in der Stadt soll seniorenfreundlicher werden. Das hat sich der Seniorenbeirat der Stadt auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam mit dem Behindertenbeauftragten Hartmut Florian lädt der Beirat am Mittwoch, 25. Februar, zu einem offenen Workshop „Guter Busverkehr in Neumünster“ ein.

„Wir wollen nicht wieder im Anschluss meckern, sondern im Vorfeld unsere Vorstellungen von einem guten Busverkehr einbringen“, gab Beiratschef Heinz Fieroh gestern als Parole aus. Hintergrund: Nach fünf Jahren stellt die Stadt in diesem Frühjahr den Regionalen Nahverkehrsplan auf den Prüfstand. Dabei wird das Busliniennetz auf Lücken oder Schwachstellen gecheckt und in Absprache mit den Stadtwerken ergänzt und ausgeweitet – oder auch gerafft: Wo sind neue Wohnquartiere entstanden, die noch nicht an das öffentliche Netz angeschlossen sind? Wo müsste das Netz engmaschiger sein? Die Stadt ist verpflichtet, das öffentliche Busnetz regelmäßig anzupassen; zuletzt hat sie das 2010 getan.

Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen jedoch, dass sich mancher Anwohner und mancher Stadtteilbeirat im neuen Busplan nur unzureichend berücksichtigt findet. Der Seniorenbeirat will daher diesmal bereits weit im Vorfeld der Verabschiedung des neuen Busplans (voraussichtlich im Herbst) Wünsche und Vorstellungen aus den Stadtteilen einsammeln, um sie dann den Planern mit auf den Weg zu geben.

Dabei geht es nicht nur um das Liniennetz selbst: Hartmut Florian etwa kann nur schwer nachvollziehen, warum es an vielen Haltestellen Unterstände gibt, an anderen die Menschen aber im Regen warten müssen. Außerdem wünscht er sich mehr Informationen gerade für Ältere und Behinderte im Busfahrplan. Auch die Nummer eines Beschwerdemanagements – in anderen Städten längst Standard – suche man vergeblich, kritisiert der Behindertenbeauftragte.

Im Tauziehen um einen besseren Busverkehr sieht der Seniorenbeirat den demografischen Wandel als natürlichen Verbündeten: Die Schülerzahlen gehen zurück, die der Senioren nehmen zu. „Ich verstehe nicht, warum es in Neumünster noch kein Seniorenticket gibt, das mehr Ältere vom Auto weg in den Bus locken könnte“, sagt Heinz Fieroh.

Der Workshop am 25. Februar im Kiek In an der Gartenstraße 32 dauert von 15 bis 17.30 Uhr. Anmeldungen nimmt das Seniorenbüro unter der Rufnummer 942-2552 entgegen.

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