Freiherr-vom-Stein-Schule : Neuer Brückenschlag zu jungen Dänen

Daniela (13, links) und Sonra (15) wollen einen deutsch-dänischen Design-Workshop für Schulmöbel aufbauen.
Daniela (13, links) und Sonra (15) wollen einen deutsch-dänischen Design-Workshop für Schulmöbel aufbauen.

Freiherr-vom-Stein-Schüler wollen mit Partnern in Tondern deutsch-dänische Bande verstärken / EU fördert Interreg-Projekt mit 1,3 Millionen Euro

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10. März 2018, 10:00 Uhr

Neumünster | Die Stein-Schule will die deutsch-dänische Freundschaft stärken: Als eine von 29 Schulen in der EU-Grenzregion beteiligt sich die Gemeinschaftsschule an dem Interreg-Projekt „Jugend gestaltet Zukunft“.

Das von der EU mit 1,3 Millionen Euro geförderte Projekt soll das Zusammenwachsen der Grenzregion fördern und das Wir-Gefühl in dem grenzüberschreitenden Wirtschafts- und Kulturraum stärken.

Einen ersten Schritt dazu unternahm die Schule in der vergangenen Woche: 20 Schüler aus den siebten bis neunten Klassen reisten zu ihrer dänischen Partnerschule, die Overbygningsskole in Tondern, um in einem dreitägigen Workschop Visionen einer verstärkten Zusammenarbeit zu entwerfen.

Neun mitgebrachte Ideen stellten die Schüler jetzt den Vertretern aus Politik und Verwaltung vor – auch um Sponsoren einzuwerben. Die Palette der Ideen reicht dabei von modernen Formen des Schüleraustauschs – etwa einem deutsch-dänischen Jugendzentrum – bis hin zu konkreten Arbeitsprojekten, zum Beispiel einem Filmfest über Migration.

Im Vordergrund steht für viele Schüler dabei nicht nur, Land und Leute kennenzu lernen, viele wollen sich auch auf die kulturellen Unterschiede und mitunter anderen Denkansätze ihrer dänischen Partner einlassen: „Viele Dänen haben einen ganz anderen Blickwinkel auf gesellschaftliche Probleme als wir“, erzählt eine Stein-Schülerin, die just aus Tønder zurück ist: „Mich interessiert auch, warum die Dänen ticken, wie sie ticken.“

Ein ganz konkretes Projekt haben Daniela (13) und Sonra (15) mit ihren dänischen Partnerinnen Emma und Hosna (beide 14) vereinbart. Den Stein-Schülerinnen war aufgefallen, dass in dänischen Schulen viel Wert auf attraktive Aufenthaltsräume mit kuscheligen Chill-Ecken gelegt wird. Mit ihren dänischen Partnerinnen wollen sie jetzt versuchen, einen gemeinsamen Design-Workshop aufzubauen, in dem deutsche und dänische Schüler aus alten gebrauchten Möbeln und frischen Design- Ideen ansprechende Schulmöbel gestalten.

Paul und Mattes und ihre dänischen Freunde träumen dagegen von einem EU-Chat für Schulen. „Dazu bräuchten wir allerdings eine 100- MBit-Internetverbindung.“

Derzeit illusorisch, bedauerte Olaf Hubert, stellvertretender Schulleiter der SteinSchule und forderte mehr Leitungskapazitäten für die Schüler. An der Stein-Schule gebe es Kapazitäten von 1000 Mbit/sec für die Verwaltung, aber nur 50 MBit/sec für die pädagogische Arbeit. Die Politik hörte ihm aufmerksam zu.

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