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Toom-Umzug : Neuer Baumarkt lässt weiter auf sich warten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Investor könnte an der Rendsburger Straße jederzeit loslegen

von
erstellt am 08.Apr.2015 | 05:30 Uhr

Neumünster | Seit gut zweieinhalb Jahren ist die Rede davon, dass der Toom-Baumarkt von der Rügenstraße in Wittorf seinen Standort an die Rendsburger Straße verlagern will. Die Stadt hat dafür sogar extra den Bebauungsplan 33 für das „Sondergebiet Rendsburger Straße“ geändert. Die Änderung und Ergänzung des B-Plans ist seit dem 2. Oktober 2014 rechtskräftig. Doch getan hat sich zwischen Dänischem Bettenlager und dem Autohaus Mayer bisher nichts.

Die Kölner Rewe-Gruppe, zu der die Toom-Baumärkte gehören, gibt sich weiterhin sehr zugeknöpft. Derzeit sei „kein Standort in Neumünster geplant“, heißt es von dort lapidar und eher verwirrend als klärend. Fragen, ob die Umzugspläne aufgegeben wurden oder, wenn nicht, warum es dann so lange dauert, werden nicht beantwortet.

Toom würde ohnehin nicht selber bauen. Das macht ein Investor, der dann an die Baumarktkette vermietet. Nach Courier-Informationen ist das das Unternehmen May & Co. Wohn- und Gewerbebauten. Die Itzehoer haben in Neumünster etwa auch den Umbau des a+b-Centers oder den Bau von Meyers Lebensmittel an der Goethestraße realisiert.

Den Namen May mochte Neumünsters Stadtplaner Bernd Heilmann auf Courier-Nachfrage weder bestätigen noch dementieren. Projektverantwortliche bei May & Co. waren gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Heilmann bestätigte aber, dass ein Investor mit den Plänen an die Stadt heran getreten sei. Vor dem Hintergrund der geplanten Baumarktverlagerung seien bauplanungs- und verkehrsrechtliche Fragen intensiv erörtert worden. Die Stadt sei aktiv geworden und habe den Bebauungsplan geändert, „weil es sich um einen bekannten und zuverlässigen Investor handelt, der schon verschiedene größere Projekte in Neumünster realisiert hat“, so Heilmann.

Auch im Bebauungsplan wird der Investor nicht namentlich genannt, aber sonst wird es recht deutlich. So heißt es, dass der Eigentümer beabsichtige, das Plangebiet „umzustrukturieren und neu zu bebauen. Es soll dort ein Baumarkt angesiedelt werden. Es handelt sich um ein in Neumünster bereits ansässiges Unternehmen, das seinen Standort in das Plangebiet verlagern möchte.“ Der Aldi-Lebensmittelmarkt soll abgerissen werden, heißt es weiter.

„Die Stadt hat alle Voraussetzungen geschaffen. Der Investor könnte morgen den Bauantrag stellen“, so Heilmann. Auch für den Vorsitzenden des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, Axel Westphal, ist von planerischer Seite alles geregelt: „Den Rest muss der Markt entscheiden.“ Martin Kriese, Stadtteilvorsteher in der Gartenstadt, wirft eine andere spannende Frage auf: „Was passiert, wenn Media-Markt in die Holsten-Galerie zieht?“ Die Immobilie im Gebiet des Bebauungsplans an der Rendsburger Straße soll ebenfalls May & Co gehören. 

 

 

 

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