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Brachenfelder Gehölz : Neue Wohnungen für die Dohlen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Naturschützer bauen neue spezielle Nistkästen. Sie sollen im Brachenfelder Gehölz hängen.

Neumünster | Sie wollen den Dohlen rechtzeitig geeignete Brutstätten zur Verfügung zu stellen. Deshalb haben sich fünf Mitglieder des Kreisverbands Neumünster aus dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) getroffen, um zehn Nistkästen zu bauen. Die Vogelfreunde haben fleißig gesägt, geschliffen, lackiert und geschraubt. „Die bauen wir jetzt schon, damit die Dohlen auch Zeit haben, sich an die Kästen zu gewöhnen. Brutzeit ist dann im Februar und März“, erklärte Mitsteiter Ulf Döhring.

„Dohlen sind Kulturfolger, doch Schornsteine und Dachunterstände gibt es immer weniger“, ergänzte Angelika Schiffer. Der standorttreue Vogel ist ein Höhlenbrüter, daher müssen die Kästen auch von Innen dunkel gestrichen werden, natürlich mit ungiftiger Farbe. Der schwarz-graue Singvogel gehört zur Familie der Rabenvögel und gilt als schlau: „Die Schrauben müssen verdeckt gesetzt werden, da die neugierigen Tiere versuchen, sie herauszudrehen“, sagte Ulf Döhring. In mindestens fünf Metern Höhe müssen die Kästen angebracht werden, das ist in üblichen Hausgärten nicht so leicht möglich. „Außerdem brüten die Vögel in Kolonien“, weiß Vogelexperte Norbert Biß. Daher ist der Kreisverband den Eignern des Brachenfelder Gehölzes dankbar für die Erlaubnis, die Vogelkästen dort aufzuhängen.

Zurzeit gibt es etwa 200 bis 220 Brutpaare in Neumünster. Als vor 30 Jahren erstmals ehrenamtlich gezählt wurde, waren es noch 300 Paare, die übrigens lebenslang monogam sind. „Wir sind dennoch auf dem aufsteigenden Ast und freuen uns über das Engagement des BUND“, sagte Anja Schubring von der Unteren Naturschutzbehörde.

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