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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 11:28 Uhr

Boostedt : Neue Wege für die Konversion

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Gemeinde beendet Zusammenarbeit mit dem Kreis Plön.

Boostedt | Noch im Juni hatten sich die Boostedter Gemeindevertreter für die Fortführung des Regionalmanagements zur Umnutzung der mittlerweile von der Bundeswehr aufgegebenen Rantzau-Kaserne für die kommenden zwei Jahre ausgesprochen (der Courier berichtete) Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am Montag wurde dieser Plan auf Antrag der CDU mit der CDU-Stimmmehrheit nun auf Eis gelegt. Die Fraktion der SPD stimmte geschlossen dagegen. Marina Weber als Gemeindevertreterin der FWB enthielt sich der Stimme.

Der Grund für die Beendigung der Beteiligung am Regionalmanagement Plön/Ostholstein: Die Konversionsmanagerin Barbara Heinbockel, mit der die Gemeinde Boostedt seit Jahresbeginn zusammenarbeitete (der Courier berichtete), hat beim Kreis Plön gekündigt. „Mit Frau Heinbockel hätten wir weitergemacht. Aber jetzt muss sich jemand Neues dort einarbeiten, von dem wir nicht wissen, wie dieser die Belange Boostedts vertritt. Außerdem haben sich durch die Erstaufnahmestelle die Voraussetzungen der Konversion grundlegend geändert. Also können wir uns die Beteiligungskosten von jährlich 22 000 Euro auch sparen“, erklärte CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Brückner. Die CDU plädiere deshalb dafür, das Konversionsmanagement erst wieder aufzunehmen, wenn der bei der Planungs- und Sanierungsgesellschaft GKU beauftragte Rahmenplan stehe. An den könne man dann das entsprechende Management anschließen, erläuterte er weiter.

Im Vorfeld zur Abstimmung hatte Marina Weber zudem die Auflösung des Konversionsausschusses gefordert. An dem wollen die Gemeindevertreter jedoch festhalten, da sich der Ausschuss nicht nur mit dem Kasernengelände, sondern mit der allgemeinen Weiterentwicklung des Ortes beschäftige.

Eine weitere Diskussion wurde unter den Gemeindevertretern und einigen Besuchern im Zusammenhang mit der Informationspolitik der Gemeinde den Einwohnern gegenüber geführt.
Er habe zum Beispiel von der Bürgerfragestunde nichts gewusst, weil der Termin nicht auf der Seite der Gemeinde veröffentlicht wurde, lautete hier unter anderem die Beschwerde von Bernd Zander.

Auch die angemessene Information der Bürger unterliege einem Lernprozess. Außerdem müsse man auch bedenken, welche Informationen wirklich dienlich seien, erklärte dazu Bürgermeister Hartmut König. „Und ich glaube nicht, dass ein kleiner Zimmerbrand oder eine Rangelei in der Erstaufnahmestelle für die Boostedter Öffentlichkeit wirklich von Belang ist“, sagte er. Einig waren sich die Gemeindevertreter hingegen beim Beschluss der Gebührensätze für die Frischwasserversorgung (82 Cent pro Kubikmeter) und die Abwasserbeseitigung (2,27 Euro pro Kubikmeter) sowie die Abgabe zur Straßenreinigung, für die ab dem 1. Januar nun 1,30 Euro berechnet werden.  


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