Neumünster : Neue Wege finden

Komplett ausgebucht war die Auftaktlesung des Literaturschal Neumünster im Museum Tuch+Technik.
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Komplett ausgebucht war die Auftaktlesung des Literaturschal Neumünster im Museum Tuch+Technik.

Autorin Meike Winnemuth eröffnete die neue Reihe Literaturschal vor 200 Gästen

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13. Februar 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Einfach mal machen, eingetretene Pfade verlassen und sich für das unbekannte Glück entscheiden, statt im bekannten Unglück zu verharren, das könnte ein Rezept für ein abwechslungsreiches und möglicherweise zufriedenes Leben sein. Diese Erkenntnis konnten die 200 Zuhörer, die am Sonnabend zur Auftaktlesung der Reihe Literaturschal Neumünster mit Meike Winnemuth erschienen waren, im Laufe der Veranstaltung gewinnen. Damit folgt sie genau dem Motto, das die „Nähmaschine“ verfolgt: Aktiv werden, Dinge bewegen, sich einbringen und offen sein.

Locker, mit viel Sprachwitz und einer Portion Selbstironie führte Meike Winnemuth durch die Welt der ganz banalen Dinge und die Gedanken, die sie sich dazu macht. Gedanken, die man vielleicht auch kennt, die man aber nicht zu Ende gedacht, geschweige denn in die Tat umgesetzt hat. Einfach mal einen Tag alles anders machen als gewohnt, sich auf andere Menschen einlassen, auf andere Länder und Gewohnheiten, ohne danach zu fragen, ob es sich lohnt, welchen Nutzen das Ganze hat. Meike Winnemuth lässt sich immer wieder auf neue Dinge ein und macht damit erstaunliche Erfahrungen, von denen einige in ihrer Kolumnensammlung „Um es kurz zu machen: Das unverschämte Glück auf der Welt zu sein“ veröffentlicht hat.

Im Museum Tuch + Technik traf sie auf eine Zuhörerschaft, die ihr aufmerksam durch die Lesung folgte, die sie sehr kommunikativ und sympathisch gestaltete, immer in direktem Austausch mit dem Publikum. Am Ende wurde sie dafür mit großem Applaus belohnt.

Meike Winnemuth ist gebürtige Neumünsteranerin und lebt abwechselnd in Hamburg und Behrensdorf, einem kleinen Dorf an der Ostsee, wo sie mit ihrem Hund „Fiete“ die Sommermonate verbringt. Zu Neumünster hat die Autorin nach wie vor eine enge Beziehung, durch ihre Eltern, die hier leben, durch ehemalige Klassenkameraden der Klaus-Groth-Schule, mit denen sie sich einmal im Jahr trifft und viele andere Dinge mehr.

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