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Stadtteilbeirat Faldera : Neue Vorschläge für die Uker Halle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt sucht eine Bleibe für den Verein Open Haart.

von
erstellt am 13.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Neumünster | Die Zukunft der Uker Halle und das Stichwort Asylbewerber/Flüchtlinge waren auf der Tagesordnung der Stadtteilbeiratssitzung in Faldera eigentlich zwei unterschiedliche Punkte. Doch es könnte einen Bezug geben: Die Stadt hat dem Verein Open Haart angeboten, die Halle zu nutzen, berichtete Stadtteilvorsteher Fred Brocksema (SPD) am Donnerstagabend vor knapp 20 Besuchern im Familienzentrum am Wernershagener Weg.

Der Verein Open Haart hat zurzeit noch seinen Sitz im früheren Jugendfreizeitheim an der Slevogtstraße und bietet hier Freizeit- und Spielangebote für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil und aus der Erstaufnahmestelle am Haart. Doch Ende März ist dort Schluss, die Baracke soll abgerissen werden (der Courier berichtete).

Dass die Einrichtungen für Flüchtlinge weit von der Uker Halle entfernt seien, wisse auch die Stadt, sagte Brocksema und betonte: „Es gibt noch keine Entscheidungen und auch noch keine Rückmeldung vom Verein Open Haart.“ Gleichwohl regte sich Kritik – auch an Brocksema, der, so SPD-Ratsherr Arno Jahner, hätte Stopp sagen und den Stadtteilbeirat einschalten müssen.

Brocksema mahnte zur Ruhe. „Wir benötigen Räume. Es wäre ein völlig falscher Ton, wenn wir jetzt ein Riesen-Theater machen.“ Und das münzte der Stadtteilvorsteher auch auf den Tagesordnungspunkt „Eventuelle Planungen oder Auswirkungen betreffend Unterbringung von Asylbewerbern/Flüchtlingen in Faldera“. Hier gebe es, sagte Brocksema, die „definitive Aussage der Verwaltung, dass es keine Überlegungen für Faldera gibt“. Aber die Stadt suche natürlich händeringend in der ganzen Stadt nach Möglichkeiten. Auch Faldera müsse sich darauf einstellen.

Ein Streitthema im Stadtteil ist die neue Radwegführung an der Ehndorfer Straße. In einer Unterschriftenliste artikulierten schon 700 Bürger ihren Unmut (der Courier berichtete). Hier gibt es „noch keine endgültige Entscheidung, aber Überlegungen für eine neue Gestaltung“, teilte Brocksema mit. Die Leiterin der Polizeistation, Hauptkommissarin Sandra Beth, sieht in der aktuellen Regelung eine Verbesserung. „Die Situation hat sich entspannt durch den neuen Radweg und dadurch, dass die Radler auf der Straße fahren.“

Thema im Beirat war schließlich auch der Schauplatz der Stadtteilbeiratssitzungen selbst. Die Räume der ehemaligen Kirche St. Bartholomäus werden inzwischen als Kita, als Bürger- und Seniorentreff sowie als Familienzentrum genutzt. „Die Räume sollen generationenübergreifend genutzt werden“, sagte Brocksema und erkannte auch schon viel Bewegung.

Der Stadtteilbeirat erhofft sich weitere Impulse durch die gestern offiziell vorgestellte Diplom-Pädagogin Elke Kuchler. Brocksema wies auch auf die guten Erfahrungen in Gadeland hin: „Dort trägt sich das Familienzentrum mit ehrenamtlicher Unterstützung sehr gut.“

Faldera beteiligt sich am Sonnabend, 19. März, am landesweiten Frühjahrsputz. Treff ist um 13 Uhr am Uker Platz. Das Stadtteilfest wird am Sonnabend, 28. Mai, im Falderapark steigen. 

 

 

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